Hund loslassen, Kind nehmen und in Sicherheit bringen (möglichst ohne DESSEN Hund)?
Suse, ehrlich: Keine Ahnung! Sag ich dir, wenn's uns mal untergekommen ist.
Hund loslassen, Kind nehmen und in Sicherheit bringen (möglichst ohne DESSEN Hund)?
Suse, ehrlich: Keine Ahnung! Sag ich dir, wenn's uns mal untergekommen ist.
Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)



Suse ehrlich?
Ich glaube nicht, daß es viele Möglichkeiten gibt, in so einer Situation zu handeln und ich finde tatsächlich, daß Mattes das in so einer Aufregung alles wirklich gut hin bekommen hat.
Ich hätte meinen Hund auch nicht los gelassen und das Drama seinen eventuellen lauf nehmen lassen. Rein treten schürt nur die Aggressionen und dann hängt da ein Kind drin…Als letzte Rettung habe ich schon mehrfach (aber leider vergebens) versucht mich dazwischen zu drängen, wenn alles eskalierte. Allerdings hatte ich auch noch nie eine Situation, in der es zu einem Konflikt kam, wenn beide Hunde angeleint waren und schon gar nicht, wenn ein hilfloses Kind beteiligt war.
Trotzdem finde ich alles was hier geschrieben wird spannend und informativ und bin auch der Ansicht, daß obwohl das Thema ja wirklich emotional und heikel ist doch bislang ein sehr sachliches Thema entstanden ist.
Danke für die Erstellung
Ich like jetzt nicht alle Beiträge, obwohl ich sie alle als nützlich empfinde, denn hier werden so viele Erfahrungen bereit gestellt. Auch wenn der Anlass dazu nie schön war, finde ich die Sammlung doch als echt Facettenreich.
L.G. Mella
Naja, angeleint im eigentlichen Sinne war hier ja nur ein Hund.
Ich finde, dass das einen Unterschied macht....aber dazu muss man eben in der Situation drin stecken.
Ich kann überhaupt nicht im Ansatz sagen, wie ICH es gemacht hätte.
(Dem Gegenüber ein "loslassen" zuzurufen, wenn ersichtlich, dass nix mehr geht, merke ich mir, Matze.
Stimmt, ist situativ nicht unbedingt verkehrt.)
Aber ich weiß, wie unglaublich schnell sowas geht, WENN es denn dann scheppert.
Und es kommt tatsächlich sehr auf die Hunde an.
Ganz offensichtlich wollte zumindest Fields nur weg; der war einfach froh, als es vorbei war.
Und es war ja wirklich schnell vorbei.
So sagte Mattes und das glaube ich ihm.
Deckt sich mit der Erfahrung, die Matze mit Clara gemacht hat.
(Fields zumindest hat auf den heutigen Spaziergängen nicht erkennen lassen, dass er 25 Schritte rückwärts gemacht hätte....die ihn IMMER anpöbelnde Nachbarhündin hat er stur links liegen lassen, obwohl sie sich enorm echauffierte, als sie ihn von weiter weg erblickte (sie bellt JEDEN Hund an), und exakt so reagiert, wie wir lange geübt haben und den dauergrölenden Shepherd-Rüden von schräg gegenüber hat er komplett ignoriert.)
Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.
- Martin Luther King -
Man muss auch überlegen wie man mit dem Stress klar kommt, wenn man solchermaßen kalt erwischt wird.
Die meisten stehen ja starr rum, oder schlagen schreiend mit der Leine auf die Hunde ein (was den Stress-Stupor wieder als kluge Lösung erscheinen lässt).
Man kann sich innerlich vorbereiten, sich Situationen, Maßnahmen und Manöver bildlich vorstellen, die werden dann auch abgerufen wenn es laut wird.
„Wie können Sie so mit den Engländern sympathisieren? Sie können ja noch nicht mal englisch.“ „Nein, aber deutsch.“ [Karl Kraus]
Puh, dann reihe ich mich auch mal ein - kommt ja wie gerufen, dieser Thread ... Duke hat uns heute gezeigt, dass "die aus dem Tierheim" uns keine "Stories" erzählt haben.
Wir kommen vom Spaziergang heim, Nala ohne, Duke mit Leine. Etwa 10 Meter vor unserem Gartentor mache ich Duke auch die Leine ab (ja, war rückblickend sehr doof von mir). Ich will eben nach dem Türgriff greifen, als ich merke, dass hinter uns, also nicht direkt hinter uns, sondern am Anfang der Straße, etwa 30 Meter entfernt, eine Dame mit einem Huskyrüden um die Ecke kommt. Der Husky ist angeleint, denn er ist auch im Dorf bekannt dafür, dass er bei Begegnungen mit Rüden kurzen Prozess macht.
Duke jedenfalls hat den Husky auch entdeckt, spitzt die Ohren und startet durch. Von Null auf Hundert, ohne das kleinste Zögern, rennt er zu dem Husky hin und direkt auf ihn drauf. Ich bin hinterher und habe, im Nachhinein wiederum nicht das Klügste, was ich hätte machen können, rein gegriffen und versucht, die beiden zu trennen. Das hat auch ziemlich schnell geklappt, beide sind unversehrt, aber ich war/bin erstmal fix und alle. Ich habe mich mehrmals entschuldigt und die Husky-Besitzerin war sehr verständnisvoll und meinte, das sei ihr auch schon passiert.
Tja, so kann es gehen. Und ich hab tatsächlich noch dreimal überlegt, ob ich ihn ableinen kann vor dem Gartentor, aber da die Luft rein war, habe ich es gemacht. Zum vorerst letzten Mal, würde ich sagen. Und einen Mauli hab ich auch direkt bestellt. Ich meine, mir war SCHON klar, dass die im Tierheim uns keinen Bären aufbinden und uns anflunkern, aber DAS war wirklich eine komplett andere Seite von Duke, die ich heute kennengelernt habe und das muss ich erstmal in Einklang bringen mit dem Duke, den ich bisher kenne.
Ach, so billig gibts das Lehrgeld selten![]()
Das ist aber wohl kein Zufall. Hat Duke denn schon andere Hunde verletzt ?
Ich frag nicht um irgendwas zu verniedlichen. Ich kenn halt einen Pappenheimer, der sich durchaus mal wie ein Irrer auf fremde Hunde stürzen kann. Klingt furchtbar, sieht schrecklich aus, unverzeihlich wenn man als Halter so was anderen Hunden antut (einmal war ich schuld), aber es gibt keine Löcher oder so. Der ist halt etwas überspannt, anders kann ich es nicht nennen. Der kommt mir wie ein Kind vor. Wenn er die Hunde kennt ist er völlig nett.
Das Verhältnis zum eigenen Hund ändert sich halt wenn man ihn mal in Attacke erlebt hat, deshalb würd ich bloß darum ggf nachfragen.
Geändert von Vorname Nachname (16.08.2016 um 21:30 Uhr)
„Wie können Sie so mit den Engländern sympathisieren? Sie können ja noch nicht mal englisch.“ „Nein, aber deutsch.“ [Karl Kraus]
Soweit ich weiß einmal, als es im Tierheim um einen heruntergefallenen Ochsenziemer ging, den sich beide Hunde gleichzeitig nehmen wollten. Ansonsten (als er das erste Mal vermittelt war) hat er wohl den anderen Hund "gepackt", ohne ihn zu verletzen.
Ja Sabine, allerdings. So schnell konnte ich weder schauen noch zugreifen oder auch nur irgendwas rufen (gerufen hab ich trotzdem noch, aber natürlich viel zu spät).
Meine Güte, folli82, mach' dir keinen Kopf. So eine "Fehlleistung" ist menschlich und in Anbetracht des Ausgangs und der verständnisvollen Reaktion der "Gegenpartei" auch verzeihlich.
Nun bist du vorgewarnt und kannst entsprechend agieren. Du hast Duke ja schliesslich nicht von klein auf geprägt, also musst du erst lernen, wie der alte Knabe tickt.
Nina, das ist es, was ich meinte.
Man kann sich enorm viel ausmalen, vorstellen, an Strategien zurecht legen, wenn es passiert, steht man da wie der Ochs`vor`m Berg und gafft.
Quasi....
Und dass Du das erstmal in Einklang bringen musst, verstehe ich nur zu gut.
Es ist überhaupt nicht schön, wenn man begreifen muss, dass der Hund, der bei einem lebt, den man, (in unserem Fall) von Babybeinen an kennt, draußen im Kontakt mit anderen Hunden nicht unbedingt der ist, der er zu Hause auf dem Sofa ist.
Es ist eher bescheiden und so ein Hund kann sehr einsam machen.
Allerdings kann man daran arbeiten und man lernt, damit umzugehen und damit zu leben.
Verarbeite das, Kopf wieder hoch und auf geht`s.....Ihr seid nicht alleine mit so einem Hund und man kann das händeln.
Btw, ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass Huskies bei vielen Hunden irgendwas auslösen.
Die Jungs können BEIDE Huskies absolut nicht ausstehen, und damit sind sie hier (bei uns in der weiteren Umgebung) nicht alleine.
Entspannt ist anders, aber so ist es dann.
Erholt Euch von dem Schrecken, nix passiert, durchatmen, weitermachen.
LG, Suse
Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.
- Martin Luther King -
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
Lesezeichen