Djambo geht es leider nicht so gut, und wir befürchten, dass wir ihn bald gehen lassen müssen. Sein Zustand hat sich in den letzten Tagen rapide verschlechtert - er kommt aus der Hüfte nur noch schwer wieder hoch, und auch wenn ich ihn nur noch dann allein lasse, wenn es gar nicht anders geht, hatten wir inzwischen zweimal das Problem, dass wir ihn bei der Rückkehr auf dem Boden liegend vorfanden, er dort voller Panik in Verweigerungshaltung platt auf dem Bauch lag, und auch mit Unterstützung nicht mehr in den Stand kam. Er hatte in den letzten drei Monaten zweimal Urin im Blut, und dann jeweils eine Antibiose, ausserdem neben der Inkontinenz auch immer mal wieder mit dem Darm Probleme.
Spazieren gehen mag er noch, aber die Gänge sind erheblich geschrumpft, und irgendwann bleibt er dann einfach stehen und zeigt an, dass es reicht. Jede Treppenstufe ist Qual für ihn, er kommt nicht mehr ohne Hilfe ins Auto, und auch nicht mehr auf`s Sofa.
Ich schlafe inzwischen unten, damit ich nachts bei ihm sein kann, da er die Treppe in den ersten Stock nicht mehr wirklich schafft, und ich denke, dass ich sie ihm ersparen sollte.
Die Liste liesse sich noch erheblich verlängern - ich mag meinen alten Herrn jetzt nicht mehr mit weiteren Untersuchungen und Therapieversuchen quälen, nur um (um seinet- oder unseretwillen??) noch Zeit zu schinden, auch wenn das für manche sicher befremdlich wirken mag. Für Djambo waren Tierarztbesuche immer höchst beunruhigende Ereignisse, das hat sich nie gelegt, obwohl wir seit einigen Jahren eine wirklich tolle TÄ haben.
Er bekommt die Höchstdosis Schmerzmittel, und unsere TÄ hat zugesagt, ihn hier bei uns zuhause auf seine letzte Reise zu schicken, wenn das notwendig werden sollte.
Das Ganze ist sehr, sehr traurig, und macht mich hilflos und unsicher, weil ich mich immer wieder frage, ob ich das Richtige tue.
Liebe Grüsse
Sabine


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