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Thema: Freiraum für einen Hund

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  1. #1
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Der Kernsatz, den Ihr mal wieder beflissentlich übersehen habt, heißt:

    "Insbesondere was das Radfahren im Wald angeht."

    Denn im Gegensatz zu RLP darf ich in NRW auch auf festen (=naturfesten) Wegen (=jeder für den Wanderer/Radfahrer erkennbare Weg=Pfad=Trail) mich bewegen. Und auf dem Weg darf mein Hund ohne Leine laufen.

    Richtig ist, dass ich mich in NRW als Radfahrer und Hundehalter ohne Leinenführung nicht abseits von Wegen bewegen darf. Aber wer ohne jagdlichen (mit oder ohne Hund) oder forstwirtschaftlichen Auftrag sich abseits der Wege bewegt, läuft i.d.R. der Bestimmung zuwider, dass die Lebensgemeinschaft Wald und die Bewirtschaftung des Waldes nicht gestört werden darf.

    Gerade in der Brut- und Setzzeit ist ein Bewegen abseits von Wege ganz klar eine solche Störung.
    Geändert von Juchhu (27.04.2012 um 12:29 Uhr)
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
    Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
    Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.

  2. #2
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Sagt wer?

    Wer legt fest, dass der Mensch, der sich leise wandernd im Wald aufhält, eine STÖRUNG darstellt? Ist der Wald reserviert für Tiere? Oder ein Lebensraum, der eigentlich allen offen steht, voraus gesetzt, sie verhalten sich dort achtsam?

    Das Ganze stammt aus dem Bereich Jagd, und belegt nur, wie hervorragend Mensch inzwischen von deren Lobby-Arbeit beeinflusst ist.

    In der Brut- und Setzzeit dürfen Jung- und Elterntiere nicht bejagt werden - aber wer ausser Jägern, Beutegreifern und Menschen, die den Jagdeifer ihrer Hunde nicht kontrollieren, täte das denn? Daraus nun ein Betretungsverbot abzuleiten geht mir erheblich zu weit, auch wenn die Jäger es Dir natürlich danken. Oder auch nicht. So langsam wird die Jägerschaft die Geister, die sie rief, ja nicht mehr los, und der Wald nimmt vielerorts erheblich Schaden.
    Geändert von SaBine (27.04.2012 um 12:42 Uhr)
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    Nordhummel
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  3. #3
    Xelunja
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    (...)

    In der Brut- und Setzzeit dürfen Jung- und Elterntiere nicht bejagt werden - aber wer ausser Jägern, Beutegreifern und Menschen, die den Jagdeifer ihrer Hunde nicht kontrollieren, täte das denn? Daraus nun ein Betretungsverbot abzuleiten geht mir erheblich zu weit, auch wenn die Jäger es Dir natürlich danken. Oder auch nicht. So langsam wird die Jägerschaft die Geister, die sie rief, ja nicht mehr los, und der Wald nimmt vielerorts erheblich Schaden.
    Ach SaBine.... Du hast natürlich recht. Allerdings - finde ICH - nur theoretisch.

    Ich beziehe mich nur auf den fett markierten Teil im obigen Zitat.. Weil Menschen, die den Jagdeifer ihrer Hunde nicht kontrollieren (können, wollen) gibt es doch zu Hauf..... Und bei DENEN kannst du dich dann für das Betretungsverbot bedanken....

  4. #4
    Rüdenmutti ;-)
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von Xelunja Beitrag anzeigen
    Ach SaBine.... Du hast natürlich recht. Allerdings - finde ICH - nur theoretisch.

    Ich beziehe mich nur auf den fett markierten Teil im obigen Zitat.. Weil Menschen, die den Jagdeifer ihrer Hunde nicht kontrollieren (können, wollen) gibt es doch zu Hauf..... Und bei DENEN kannst du dich dann für das Betretungsverbot bedanken....
    Welches Verbot? Es existiert zumindest in meinem Bundesland kein solches Betretungsverbot - das ist nur etwas, das die Jägerschaft gern propagiert. Ich möchte gern dazu anregen, einmal darüber nachzudenken, warum sich Menschen freiwillig zu Gunsten einer Interessensgruppe beschränken lassen, obwohl es dazu keine Veranlassung gibt, wenn man sich vernünftig verhält.
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  5. #5
    Xelunja
    Gast

    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Welches Verbot? Es existiert zumindest in meinem Bundesland kein solches Betretungsverbot - das ist nur etwas, das die Jägerschaft gern propagiert. Ich möchte gern dazu anregen, einmal darüber nachzudenken, warum sich Menschen freiwillig zu Gunsten einer Interessensgruppe beschränken lassen, obwohl es dazu keine Veranlassung gibt, wenn man sich vernünftig verhält.
    SaBine, genau das meine ich ja: WENN man sich vernünftig verhält, besteht absolut kein Anlass irgendwelche Betretungsverbote zu erlassen. ICH sehe aber eben HIER (Schweiz, ländliche Gegend) genügend, die das eben nicht tun (s. dazu z.B. meinen gestrigen Beitrag im "Dämliche Hundehalter"-Faden). Wie weit wir hier deswegen vom Betretungsverbot (mit Hund) sind, weiss ich ehrlich gesagt nicht.....

  6. #6
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Freiraum für einen Hund.....gibt es nicht.
    Zumindest nicht nach meiner Auffassung .
    Für mich bedeutet Freiraum, den Hund auch mal Hund sein lassen zu können.
    Das bedeutet dann natürlich auch, daß der Hund tun kann, was er gerne mag.
    Das geht natürlich nicht.
    Ich versuche, meinem Hund so viel Freiraum wie möglich zu verschaffen.
    Er läuft die meiste Zeit frei, im Wald ist allerdings oft die Schleppe dran.
    Er hat jeden Tag frei laufend Hundekontakte und darf die auch ausgiebig genießen.
    Ich lasse ihn viel und ausgiebig schnuppern....ich gehöre nicht zu denen, die ihren Hund 45 Mal pro Spaziergang heran rufen, mit ihm ständig etwas üben etc.
    Diese Zeiten gibt es durchaus auch, ich denke aber schon, daß Horst einen sehr großen Freiraum hat.
    Er darf sehr häufig ohne Leine einfach so durch die Gegend latschen, sich von mir auch weiter entfernen.
    Er hat gelernt, auf den Wegen zu bleiben, ich muß ihn da nicht immer wieder dran erinnern.
    Ist er mal weiter weg von mir, sucht er von sich aus Blickkontakt und rückversichert sich bei mir.
    Vielleicht ist er deshalb so entspannt?
    Selbstverständlich achte ich sehr genau darauf, wo wir uns wie aufhalten.
    Da er sehr gerne jagt und die Jagd wohl immer seine große Leidenschaft bleiben wird, hat er im Wald auf den Wegen zu bleiben.
    Da wir hier mit Waldwegen, die teils nur Trampelpfade sind, sehr reich gesegnet sind, habe ich überhaupt kein Problem damit, mich mit ihm auf offiziellen Wegen aufzuhalten.
    Es sind oft genug Wege, auf denen sonst niemand unterwegs ist.
    Für Horst ist ein Begehen des Waldes außerhalb offizieller Wege leider nicht möglich.
    Das bedeutet für ihn totalen Streß und für mich auch.
    Also lassen wir das und entdecken trotzdem immer noch oft genug viele zauberhafte Wege, die fast niemand kennt.
    Ungefähr das verstehe ich unter Freiraum....für meinen Hund.

    LG, Suse

    Mir ist im übrigen in über drei Jahren noch niemals irgendwo jemand begegnet, der auf die Einhaltung der Leinenpflicht gepocht hätte.
    Wem von Euch ist denn das schon mal passiert und wie häufig kommt sowas tatsächlich vor?
    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  7. #7
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Mir ist im übrigen in über drei Jahren noch niemals irgendwo jemand begegnet, der auf die Einhaltung der Leinenpflicht gepocht hätte.
    Wem von Euch ist denn das schon mal passiert und wie häufig kommt sowas tatsächlich vor?
    Doch, hatte wir schon. War luuuuschtig!

    Tina-Family auf Urlaub in FeWo in der Lüneburger Heide (= Naturschutzpark). Leinenzwang, blöd, aber ist so. Also Töle an der langen Leine mitgeschnurzelt. Kommen wir an einen Barfußpfad, den Tina natürlich erkunden möchte. Gatte bleibt mit Hund derweil etwas abseits stehen, Hund sitzt neben Gatte.
    Auftritt eine andere Urlauberin vom selben Hof. Sie ist aber Jägerin und verbringt dort einen jagdlicheren Urlaub als wir Nichtjäger. Wohlgemerkt: Sie ist auch FerienGAST!
    Die Dame - etwas korpulenter - erblickt den Gatten nebst Badawi und pflügt samt Dackel - auch etwas korpulenter - mühsamst durch einen großen und vor allem tiefen, tiefen Acker direkt auf die beiden zu (es hatte vorher geschüttet wie blöde). Außenrum wäre zwar ein Weg verlaufen, aber es musste der Acker sein. Quer durch.
    Gatte kann richtig beobachten, wie sie von Glibschschritt zu Glibschschritt immer mehr Entrüstung aufbaut, die Backen immer dicker aufbläht. Gut, letzteres könnte auch mit, der Korpulenz geschuldeter, Luftnot zusammenhängen.
    Die Dame langt endlich bei Mann und Hund an, guckt nochmal, sieht die am Hundehalsband hängende und von Gattes 90+ kg am anderen Ende per Fuß beschwerte Leine und vermerkt enttäuscht die Luft aus den Backen lassend: "Ah! Der ist ja angeleint".
    Gatte nur lapidar: "Tja."

    Es sind nicht zuletzt diese trockenen "Tja"s, die ihn für mich zum Einen und Einzigen machen.

    LG
    Tina
    Geändert von dissens (27.04.2012 um 18:03 Uhr)
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  8. #8
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Freiraum für einen Hund.....gibt es nicht.
    Zumindest nicht nach meiner Auffassung .
    Für mich bedeutet Freiraum, den Hund auch mal Hund sein lassen zu können.
    Das bedeutet dann natürlich auch, daß der Hund tun kann, was er gerne mag.
    Das geht natürlich nicht.
    Ich versuche, meinem Hund so viel Freiraum wie möglich zu verschaffen.
    Er läuft die meiste Zeit frei, im Wald ist allerdings oft die Schleppe dran.
    Er hat jeden Tag frei laufend Hundekontakte und darf die auch ausgiebig genießen.
    Ich lasse ihn viel und ausgiebig schnuppern....ich gehöre nicht zu denen, die ihren Hund 45 Mal pro Spaziergang heran rufen, mit ihm ständig etwas üben etc.
    Diese Zeiten gibt es durchaus auch, ich denke aber schon, daß Horst einen sehr großen Freiraum hat.
    Er darf sehr häufig ohne Leine einfach so durch die Gegend latschen, sich von mir auch weiter entfernen.
    Er hat gelernt, auf den Wegen zu bleiben, ich muß ihn da nicht immer wieder dran erinnern.
    Ist er mal weiter weg von mir, sucht er von sich aus Blickkontakt und rückversichert sich bei mir.
    Vielleicht ist er deshalb so entspannt?
    Selbstverständlich achte ich sehr genau darauf, wo wir uns wie aufhalten.
    Da er sehr gerne jagt und die Jagd wohl immer seine große Leidenschaft bleiben wird, hat er im Wald auf den Wegen zu bleiben.
    Da wir hier mit Waldwegen, die teils nur Trampelpfade sind, sehr reich gesegnet sind, habe ich überhaupt kein Problem damit, mich mit ihm auf offiziellen Wegen aufzuhalten.
    Es sind oft genug Wege, auf denen sonst niemand unterwegs ist.
    Für Horst ist ein Begehen des Waldes außerhalb offizieller Wege leider nicht möglich.
    Das bedeutet für ihn totalen Streß und für mich auch.
    Also lassen wir das und entdecken trotzdem immer noch oft genug viele zauberhafte Wege, die fast niemand kennt.
    Ungefähr das verstehe ich unter Freiraum....für meinen Hund.

    LG, Suse

    Mir ist im übrigen in über drei Jahren noch niemals irgendwo jemand begegnet, der auf die Einhaltung der Leinenpflicht gepocht hätte.
    Wem von Euch ist denn das schon mal passiert und wie häufig kommt sowas tatsächlich vor?
    Definitiv!

    Die Wahner Heide war schon vor dem Abzug des Belgischen Militärs in 2004 ein Naturschutzgebiet, sodass bereits vor 2004 Hunde innerhalb der Wahner Heide an der Leine geführt werden mussten, woran sich gefühlte 99% der Hundehalter NICHT hielten.

    Seit Abzug der Belgier und Festsetzung des Landschaftsplanes Nr. 15 wurde ein Wegenetz verabschiedet. Ein Betreten der Wahner Heide abseits der Weg ist verboten. Hunde dürfen im gesamten Bereich der Wahner Heide nicht ohne Leine geführt werden. Durch Ordnungskräfte und Forstbeamte werden die Bestimmungen überwacht und die Betroffenen beim ersten Verstoß i.d.R. freundlich aber bestimmt auf die Ordnungswidrigkeiten hingewiesen, allerdings ohne Konsequenzen. Gegen Wiederholungstäter werden dagegen Ordnungsgelder und Anzeigen festgesetzt. Gegen einen Freund von mir wurde nach dreimaligem Verstoß ein Ordnungsgeld von 150 Euro verhängt.

    Obwohl ich bis 2008 mit Dj-SAM mehrmals pro Woche in der Wahner Heide per Bike unterwegs war, sind wir in den ganzen Jahren nur einmal angesprochen worden. Allerdings waren wir immer zu Zeiten und auf Wegen unterwegs, die abseits der Besuchermehrheiten waren.
    Geändert von Juchhu (27.04.2012 um 18:18 Uhr)
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
    Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
    Und lass es zu, dass aus einem "Nur dabei"-Hund ein "Mittendrin"-Hund wird.

  9. #9
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von SaBine Beitrag anzeigen
    Sagt wer?

    Wer legt fest, dass der Mensch, der sich leise wandernd im Wald aufhält, eine STÖRUNG darstellt? Ist der Wald reserviert für Tiere? Oder ein Lebensraum, der eigentlich allen offen steht, voraus gesetzt, sie verhalten sich dort achtsam?

    Das Ganze stammt aus dem Bereich Jagd, und belegt nur, wie hervorragend Mensch inzwischen von deren Lobby-Arbeit beeinflusst ist.

    In der Brut- und Setzzeit dürfen Jung- und Elterntiere nicht bejagt werden - aber wer ausser Jägern, Beutegreifern und Menschen, die den Jagdeifer ihrer Hunde nicht kontrollieren, täte das denn? Daraus nun ein Betretungsverbot abzuleiten geht mir erheblich zu weit, auch wenn die Jäger es Dir natürlich danken. Oder auch nicht. So langsam wird die Jägerschaft die Geister, die sie rief, ja nicht mehr los, und der Wald nimmt vielerorts erheblich Schaden.
    Jeder liest, was er lesen will.

    Nochmal langsam und im Kontext meiner Argumentationskette.


    1. Gewünscht ist mehr Freiraum für den Hund.
    2. Ich empfehle das Radfahren mit gesundem Hund, um seinem Bewegungsdrang nachzukommen, körperliche und geistige Forderung/Förderung/Ablenkung zu bieten.
    3. Durchaus ergibt sich die Betrachtung für die rechtlichen Positionen als Radfahrer mit Hund.
    4. Und in der Analyse des LFoG NRW gegenüber dem LWaldG RLP ergibt sich, dass das LFoG NRW deutlich weniger restriktiv für Radfahrer MIT Hund formuliert ist als LWald RLP.
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
    Mach mehr mit und aus Deinem Hund.
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  10. #10
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Huhu
    Also trotz Mischling.. Unsere hat einen sehr großen Bewegungsdrang. Fahrrad fahren ist zur Zeit noch nicht möglich mit ihr. Daher sind ausgedehnte Spaziergänge angesagt,mit einer längeren Leine,die wir heute bekamen. Und /Oder wir sind zur Zeit viel mit der Schleppleine unterwegs,damit der Hund zumindest etwas an Freilauf hat. An der Schleppe hab ich nicht das Gefühl das sie eingeschränkt ist. Sie ist es gewohnt in einem bestimmten Radius bei uns zu bleiben und das sollte auch so bleiben.
    Ich wurde allerdings schonmal von der Polizei angesprochen, als wir alle am See waren und relaxt haben auf der Wiese, Hund an der Schleppe. Ich wurde gefragt ob mein Hund an der Leine ist Äh ja.. Und ob er auch angeleint bleibt.

    Trotz der Leinenpflicht zur Zeit,lassen viele ihre Hund am See und Umgebung frei laufen.Wenn Polizei auftaucht,werden die Hunde angeleint und danach wieder frei laufen gelassen.

    LG TJ

  11. #11
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    Avatar von Thomas R
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Auch wenn es mir eher grundsätzlich um die nötige Freiheit des Hundes ging, das Thema Wald ist auch interessant.

    Wer bestimmt denn was ein Weg ist?

    Wer kommt eigentlich auf die Idee das ich im Frühjahr / Sommer bei dichtem Bewuchs das Wild mehr stören würde als bei kälte und damit verbundener Trägheit und mangelndem Schutz durch ausreichen Bewuchs?

    Rehe schaffen es ja im Winter auch direkt am Weg zu liegen und sich nicht von uns stören zu lassen. Wenn da ein Hund durch geht gibt es sofort "Tote".
    Zu dieser Jahreszeit muss man schon ein wenig mehr suchen um Wild zu stören. Bei den Bodenbrütern ist es doch noch schlimmer....Erst wird die Wiese gewalzt oder abgeschleppt, dann kommt Gülle oder anderer Dünger drauf, dann wird gemäht.
    Erst letzte Woche gesehen, eine riesen Wiese mitten im Wald, sicher bestes Gebiet für Hasen, Bodenbrüter usw...einmal komplett umgefräst und neu eingesäät.
    Oder die Leute mit dem Lenkdrachen latschen alles platt

    Realistisch gesehen wird mit dem Leinenzwang oder dem Betretungsverbot nichts erreicht. Aber es es hört sich toll an
    Im letzten Jahr habe ich einen Bach und die angrenzenden Wiesen gemieden. Mitte Mai wurden dann die Wiesen gemäht, sorry aber mein Hund und ich hätten niemanden tot gewalzt.

    Im Winter ist der Wald ja auch ein Tollhaus. Erst eine Drückjagd nach der nächsten "die Schweine müssen doch zu packen sein", dann kommt die Forsterntemaschine.

    Ich glaube, auch wenn das in Deutschland uncool ist, man kann durch Aufklärung und ein wenig Vertrauen mehr erreichen.
    Die Nachzucht erfolgt doch eh in den wenigen wirklich ruhigen Orten. Die sollte man erkennen und meiden, ich denke aber das macht man irgendwie automatisch.
    Zumindest ist das bei uns landschaftlich klar zu erkennen...

    Es muss aber auch gesagt sein das ich hier von unseren eher kleinen Wäldern spreche. Obwohl ich z.B. im Harz noch weniger Probleme sehe, da bleiben die Hunde eh auf den Schotterwegen, und wenn sie mal eben 30 m in die Buchen laufen, ja mein Gott noch mal.

    LG

    Thomas

    "nicht falsch verstehen, ich möchte auch nicht das sich jeder als die Ausnahme sieht. Und dann eben doch hunderte Leute durch den Wald rennen. Realsistisch sit es aber eben nicht, ich treffe kaum mal jemanden abseits der Wege" Auf den Wiesen sieht man auch nur selten einen Bekloppten wie mich unterwegs sein....

  12. #12
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Off-Topic:

    thomas, du schredderst !

    btt: es gibt gegenden in diesem land in denen ein im gehorsam stehender hund in jeder jahreszeit ein durchaus gern gesehener gast ist - mit oder ohne leine am hals.
    Geändert von Heins (27.04.2012 um 13:52 Uhr) Grund: +in .. zeit
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    Proudly old, uncool and out of fashion.

    Whoever does not move dies or is already dead.


  13. #13
    Registrierte Benutzer - unmoderiert
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    Avatar von Thomas R
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    Off-Topic:

    thomas, du schredderst !

    btt: es gibt gegenden in diesem land in denen ein im gehorsam stehender hund in jeder jahreszeit ein durchaus gern gesehener gast ist - mit oder ohne leine am hals.
    Heins, ich habe ja hier auch kein Problem.
    Man kennt mich hier und toleriert mich weitesgehend, oder anders gesagt man mag es sich mit mir nicht verschertzen
    Dennoch, halte ich mich natürlich "weitesgehend" an die Leinenpflicht.

    @Suse, oh doch es kommt vor. Dann aber eher freundlich mit einem Zwinkern.


    LG

    Thomas
    Geändert von Thomas R (27.04.2012 um 16:48 Uhr)

  14. #14
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Thomas R Beitrag anzeigen
    Wer bestimmt denn was ein Weg ist?
    Das ist zuweilen recht ... individuell.
    So zumindest unser Resümee, als wir zu Pferd mit Hund bei Fuß einen Waldweg entlangkamen und von einem Herrn, der sich als Jagdaufseher bezeichnete, beschieden wurden, dass a) der Hund im Wald angeleint zu sein habe (hat er nicht, s.o.) und wir uns b) auf dem Weg, auf dem wir waren, nicht bewegen dürften, da er kein Weg sei (nur, dass der Allrader des Herrn, nachdem er tiefe Spuren in ebendiesen nichtexistenten Weg gezogen hatte, auf eben diesem nichtexistenten Weg herumstand ...) Ähh, ... ja!

    War aber wenigstens nicht "unser" Revier, also haben wir ihn reden lassen und sind weitergeritten.
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  15. #15
    letum non omia finit Avatar von Chappyxxs
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Hm,

    ich hab so den Eindruck, dass Mensch dazu neigt, das die Bedürfnisse seines Hundes den eigenen entsprechend zu definieren. Und das sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung *schmunzel*

    Das Bedürfnis nach "Freiraum" fällt da sicher auch drunter.
    Du siehst Leinenzwang als Quälerei. Andere nicht.
    Du hast den Eindruck, Pia leidet. Ich z.B. hab den Eindruck, Sam kommt für die Zeit auch an der Schlepp prima zurecht.
    So ist das ;-)

    Ist übrigens interessant, dass Du fehlenden Freiraum und Leinenpflicht in einen Zusammenhang stellst.
    Auf die Idee wäre ich so direkt nicht gekommen. Ich hatte "Freiraum für einen Hund" direkt mit "Zeit für einen Hund" assoziiert.
    Das ist nämlich ein viel größeres Problem bei uns, mit zwei kleinen Kindern, Haus, Beruf und Ehegatte ;-)
    Trust is earned. We can`t just hand it over.

  16. #16
    Mittendrinmensch Avatar von Juchhu
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    Standard AW: Freiraum für einen Hund

    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Off-Topic:



    Das ist zuweilen recht ... individuell.
    So zumindest unser Resümee, als wir zu Pferd mit Hund bei Fuß einen Waldweg entlangkamen und von einem Herrn, der sich als Jagdaufseher bezeichnete, beschieden wurden, dass a) der Hund im Wald angeleint zu sein habe (hat er nicht, s.o.) und wir uns b) auf dem Weg, auf dem wir waren, nicht bewegen dürften, da er kein Weg sei (nur, dass der Allrader des Herrn, nachdem er tiefe Spuren in ebendiesen nichtexistenten Weg gezogen hatte, auf eben diesem nichtexistenten Weg herumstand ...) Ähh, ... ja!

    War aber wenigstens nicht "unser" Revier, also haben wir ihn reden lassen und sind weitergeritten.
    Ja, das mit dem Wegerecht ist nicht so einfach. Ich habe zusammen mit Juristen für unsere BikeGuide-Ausbildung im Mountainbike Verband Deutschland das Wegerecht für Radfahrer der 16 einzelnen Bundesländern analysiert. Was auf der einen Seite der Grenze (z.B. NRW) erlaubt ist, ist bereit beim Betreten (dem Befahren gleichgestellt) von RLP verboten.

    Der Jagdaufseher kann mit seiner Aussage, was das Berittrecht dieses Weges anging, durchaus Recht gehabt haben.

    In § 22 des LWaldG RLP steht in Abs. 3


    ...

    (3) Radfahren und Reiten sind im Wald nur auf Straßen und Waldwegen erlaubt; darüber hinausgehende Reit- und Befahrensmöglichkeiten können die Waldbesitzenden gestatten, soweit dadurch nicht die Wirkungen des Waldes und sonstige Rechtsgüter beeinträchtigt werden. Die untere Forstbehörde kann auf Antrag der Waldbesitzenden Straßen und Waldwege sperren, wenn besondere Schäden einzutreten drohen oder bereits eingetreten sind. Nicht erlaubt ist das Reiten Im Wald auf Straßen und Waldwegen mit besonderer Zweckbestimmung. Die Waldbesitzenden machen die Zweckbestimmung durch Schilder kenntlich. Die Markierung von Straßen und Waldwegen als Wanderwege oder Fahrradwege ist keine besondere Zweckbestimmung Im Sinne des Satzes 2.

    ...
    Das bedeutet in RLP im Umkehrschluss: Keine entsprechende Beschilderung/Markierung, keine Nutzungsrecht als Reiter und/oder Radfahrer. So ist der Pfälzer Wald eines der schönes Wander- und 'Radfahrreviere' Deutschlands. Doch leider dürfen die Mountainbiker nicht auf den markierten Wanderwegen sich bewegen, da sie trotz Markierung nicht für explizit fürs Radfahren freigegeben sind. Wie gesagt "dürfen".
    Wahrscheinlich fristet die Mehrheit der Hunde ein geistig und auch körperlich unterfordertes Dasein.
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