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Thema: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

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  1. #1
    Bayo und 2 Engel Avatar von Monthy
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Hallo padrinocubano!


    Zu erst ein herzliches Willkommen auch von mir in der Runde der RR-Verrückten.

    Vor 8 Jahren waren meine Grundvoraussetzungen (fast) identisch mit euren, nur mit dem Unterschied, dass ich dieses Forum mit seinen tollen Erfahrungswerten noch nicht kannte. Und ich habe den Fehler begangen, mich eben nicht ausreichend mit der Züchtersuche zu beschäftigen.

    Monthy ist ein Hund aus einer Dissidenz, also ohne Papiere von einer "Hobbyzüchterin".
    Ich will nicht behaupten, dass dies die einzige Ursache dafür ist, dass er sehr stressanfällig, unsicher, ängstlich und während der Pubertät ein Hund war, der ziemlich schwierig war (daran trägt auch immer der Halter ein stückweit seinen Anteil dazu bei ;-) ). Zumindest aber ist er charakterlich hin und wieder schon recht eigenwillig.
    Hinzu kommt, dass Monthy starker Allergiker ist. Mittlerweile bekommt er ausschließlich eine Sorte Dosenfutter (Fisch) von ein und demselben Hersteller. Darüber hinaus verträgt er kaum etwas anderes an Fleisch.

    Vor 2 Jahren kam Luna, eine Nothündin, RR-Mix, dazu. Sie ist eine tolle Hündin. Charmant, liebenswert und - vor allen Dingen! - charakterlich sauber. Dadurch orientiert sich Monthy sehr an ihr. Sie unterstützt mich, Monthy durch unangenehmen Hundebegegnungen zu führen und beide ergänzen sich hervorragend. Ein Glücksgriff, für den ich wirklich dankbar bin!

    Würde ich heute vor der Frage stehen: "Welpe oder Nothund?"
    Ich würde mich aus vielerlei Gründen sofort für einen Nothund entscheiden.

    Der Welpenmarkt wird durch die Nachfrage bestimmt. Je mehr Leute sich, trotz voller Tierheime, für einen Welpen entscheiden, um so mehr Welpen werden "produziert".

    Ich hätte, selbst wenn ich mich für einen Welpen von einem VDH-Züchter (und nur das käme für mich bei einem Welpenkauf nur noch in Frage!) entscheiden würde, immer noch so meine Bedenken und Bauchschmerzen, ob es auch wirklich alles passt, ob der Züchter auch wirklich ein guter Züchter ist, denn auch bei VDH-angeschlossenen Züchtern gibt es schwarze Schafe. Das VDH-Siegel ist nicht automatisch ein Gütesiegel für eine verantwortungsvolle Zuchtstätte. Einen guten und verantwortungsvollen Züchter zu finden, bedarf langer Einarbeitung in die Materie und (ich gebe es zu) mittlerweile bin ich so misstrauisch geworden, bei dem, was man hier so mitunter zu lesen bekommt, dass sich bei mir eine Art "Grundzweifel" generell manifestiert hat.

    Es gibt so viele, tolle Nothunde, die aus vielerlei Gründen ihr zu Hause verloren haben. Leider assoziiert man zumeist mit einem Nothund einen Hund, der irgendwie verhaltensauffällig geworden ist oder schon diverse "Macken" hat. Das muss aber nicht zwangsläufig sein. Viele Hunde "passen" einfach auch nur aufgrund veränderter Lebensumstände und damit einhergehenden Zeitmangels oder aus Krankheitsgründen einfach nicht mehr in ihr "altes" Umfeld. Unter diesen Hunden befinden sich so oft wahre Perlen. Und solche Hunde haben es einfach verdient, wieder glücklich sein zu dürfen und zu wissen, wo sie hingehören. Sie sind da und müssen nicht erst gezüchtet und nachproduziert werden.

    Ich freue mich für jeden Nothund, der zum Seelenhund wird. Daher kann ich persönlich die Entscheidung für einen Nothund nur unterstützen. In diesem Fall ist es egal ob hundeerfahren oder nicht, da die meisten Nothunde, anders als beim Welpen, die entscheidenende Präge- und Sozialisierungsphase schon durchlaufen haben. Niemand wurde mit Hundeerfahrung geboren, wir alle haben mal angefangen. Und eine gute Hundeschule oder die Leute vom Tierheim werden euch mit Sicherheit in eurem "Lernprozess" unterstützen. Und wir vor Forum sind ja auch noch da!


    Sofern ihr euch für einen Nothund entscheiden solltet, spricht auch nichts dagegen, sich in einem kürzerem Zeitabstand, wenn alles passt, einen Zweithund dazu zu holen.

    Marthas Idee, sich jemanden zu suchen, der euch bei der Auswahl unterstützt, finde ich im Übrigen auch sehr toll.

    LG
    Sabine

    Nachsatz:
    Und auch wenn es "nur" ein RR-Mix oder überhaupt kein RR werden sollte, schließt das nicht aus, in einem RR-Forum aktiv zu bleiben!
    Geändert von Monthy (16.10.2017 um 10:43 Uhr) Grund: Nachsatz
    milson, Feeyota, Bonic and 1 others like this.
    LG Sabine mit Bayo
    sowie Monthy
    (17.08.2009 - 19.12.2021) und Luna (09.10.2012 - 07.04.2024)
    unvergessen, auf der anderen Seite des Weges
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  2. #2
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Hallo und herzlich Willkommen,

    also es ist erstmal gut das Du dir Gedanken machst und verschiedene Ansichten einholst.
    Wir haben damals einen 12 Monate alten RR Rüden von einer Züchterin bei uns gehabt und leider hat es trotz voriger Gespräche und Einschätzung nicht gepasst. Der Rüde hat meinen Mann direkt nach 2 Stunden stark in die Enge getrieben und klar vermittelt, dass er ihn nicht akzeptiert, leider keine gute Basis für ein Miteinander. Im Nachfeld hat sich rausgestellt, dass die Vorbesitzer dem Züchter nicht die Wahrheiten übermittelt hat, verrückt war das die Vorbesitzerin den RR Rüden dann wieder zu sich genommen hat. Leider hatte der Rüde keine Grenzen und Regeln kennengelernt und hat dann im anfänglichen Rüppelalter seine Bezugsperson verloren.
    Dann haben wir über eine Plattform die nun bereits Große RR Hündin gefunden, diese wurde leider im Alter von 13.Wochen wieder abgegeben, aber dies war eine Fügung. Sie ist so eine tolle, liebe Hündin und erfreut mich jeden Tag.

    Auch bei der Überlegung einen 2 Hund hinzuzunehmen, habe ich mir verschiedene Nothunde angesehen, aber alle haben sich zu sehr von der Anwesendheit der RR Dame beeindrucken lassen. So dass wir den Gedanken auf Seite geschoben haben, leider hatte eine Bekannte kleine Aussie und wir haben uns in den kleinen, dicken Madoc verliebt.
    Dieser ist nun 6 Monate und die beiden passen wie Topf und Deckel zusammen.

    Ich lese zwischenduch bei der RR Jambo Hilfe und finde es gut, dass hier Besuche und Gespräche vorab geführt werden, aber auch das ist alles keine Garantie.

    Ich wünsche Euch viel Glück bei Eurer Entscheidung und hoffe das Ihr weitere Anregungen erhaltet.

    LG

  3. #3
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Hallo und viel Glück bei Eurer Entscheidung!

    Wir haben mittlerweile den vierten Hund in der Familie. Der erste war aus dem Tierheim, der zweite war ein "Nothund" aus einem schrecklichen Hundelager in Polen, der dritte war ein Welpe und das Ergebnis einer "einmaligen Zuchtentscheidung" (die Besitzer haben ihre Hündin einmal decken lassen, um so vielleicht der andauernden Scheinschwangerschaften Herr zu werden) und der vierte war wieder ein Welpe und kommt aus einer "Hobby-Zucht", die böse Zungen vielleicht "Vermehrer" nennen könnten.

    Mit den ersten beiden Hunden haben wir, trotz aller angänglichen Schwierigkeiten !, ganz hervorragende Erfahrungen gemacht. Sie haben sich perfekt an uns gewöhnt, sind echte Prachtstücke geworden. Für den (die) dritte gilt dasselbe. Bei dem Mädchen ging es mit dem Gewöhungsprozess nur viel schneller, weil die Kleine noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht hatte. Über "Nummer 4" will ich mich noch nicht abschließend äußern, da der kleine Racker erst seit sechs Wochen bei uns lebt. Vorläufiges Urteil: Er wird auch ein Prachtstück! Allerdings eins, mit dem man noch ein paar "Diskussionen" führen muss... ;-). Egal über welchen der Vier wir reden: Wir würden immer wieder so entscheiden.

    Auf Deine Frage kann ich also nur antworten: Egal ob Welpe oder "Not-Hund": Beides geht und beides ist gut! Ich habe früher die Meinung vertreten, dass man sich bei einer solchen Entscheidung immer zuerst für einen Not-Hund entscheiden sollte. Mittlerweile sehe ich das anders. Es ist nämlich letztlich völlig egal, ob man ein armes Vieh zu sich nimmt, oder ob man verhindert, dass ein kleiner Welpe zu einem armen Vieh wird, weil niemand ihn aufnimmt. Du kannst nur höchstens einen oder zwei Hunde zu Dir nehmen. Nur ganz wenige Leute können mit ihren Lebensbedingungen auch drei oder mehr Hunde "verkraften", ohne sich selbst oder die Hunde unglücklich zu machen. Damit bleibt Dir nur die Wahl, einen armen Köter aus schlechten Umständen zu holen oder einen kleinen Welpen davor zu bewahren, in schlechten Umständen vielleicht zum armen Köter zu werden.

    Dass ich mittlerweile persönlich mehr zu den Welpen tendiere, liegt an den "Schutzverträgen", die man unterzeichnen muss, wenn man einen Not-Hund aufnehmen will. Ich habe einfach eine Abneigung dagegen, dass ein fremder Mensch in mein Haus kommt und beurteilt, ob ich einen Hund haben darf oder nicht - und das dann noch verbunden mit der Option, dass er jederzeit wieder in mein Haus kommen und seine Entscheidung gegebenenfalls widerrufen darf. Aber das ist meine persönliche Meinung....

    Fazit: Denk nicht zu viel darüber nach. Triff eine Bauchentscheidung. Der Hund, den Du zu Dir nimmst, muss auch zu Dir passen. Zu Deinen Vorstellungen vom Leben. Ob Du einen Welpen oder einen Tierheimhund nimmst, ist letztlich egal. Der Hund wird Dir auf jeden Fall die eine oder andere Überraschung bereit. Du wirst Dich ohnehin öfter mal fragen, ob es nicht besser gewesen wäre, ANDERS zu entscheiden . Hauptsache ist, dass Ihr am Ende glücklich miteinander werdet. Und darüber entscheidet nicht die Herkunft des Hundes, sondern Euer Zusammenleben. Jedenfalls in den meisten Fällen.

    LG Jochen
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  4. #4
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Kurz gedacht Jochen Je mehr Leute Hunde kaufen ohne sich über die Hintergründe zu informieren und Gedanken an die Produktion zu verschwenden, umso mehr werden produziert. Egal wie. Geht ja wie geschnitten Brot. Die Nachfrage regelt den Markt. Genauso sollte es eben nicht aussehen.
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    Herzliche Grüße
    Andrea

    "Ich bin ein Mensch und Du bist ein Hund, Du kannst nicht wissen, was ich denke..
    ...ich weiß, denkt der Hund und lächelt."

  5. #5
    Hibbelhundehalter *gg* Avatar von spechti
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Ich seh`das anders.
    Für mich gibt es nur zwei Wege, mittlerweile nur noch einen, einen Hund aufzunehmen.
    Entweder ich suche mir einen seriösen Züchter, der kontrolliert und nach strengen Vorgaben (Gesundheitsuntersuchungen, Wesen, ZZP, Aufzuchtbedingungen, Züchterschulungen, etc.pp.) wirklich ZÜCHTET ODER ich nehme einen Hund aus dem Tierschutz.
    Die allermeisten Vermehrer haben nämlich von den o.g. Dingen keine Ahnung, wollen in erster Linie Hunde verkaufen und oft genug kriegt der, der als Erster kommt, auch den Hund, den er aussucht, völlig egal, ob geeignet oder nicht, lassen ihre Welpenkäufer im Regen stehen, wenn es (gesundheitliche) Probleme o.ä. gibt und haben ziemlich sicher nach erfolgreichem Verkauf des Wurfes zu meist haarsträubenden "Hobbyzucht-Preisen" schnell den nächsten Wurf liegen.
    Läuft halt gut, das Geschäft.
    Und ist `ne beliebte Rasse (mit) dabei, läuft`s gleich noch viel besser.
    Wer sowas durch den Erwerb eines Welpen unterstützt, um ihn zu "retten", verkennt mMn, dass er weiteres Hundeelend unterstützt.
    Ausbeutung der Mutterhündin, oft genug suboptimale Aufzuchtbedingungen, mangelnde Gesundheitskontrollen etc.pp. UND....zig weitere Würfe, die alle irgendwie "unter" müssen.
    (Bekannte einer Freundin haben gerade so einen Hund gekauft, ein wilder Mix aus Irish Wolfhound, Bobtail, Berner Sennen und noch was....hübsch vom Hof, zweiter oder dritter Wurf in Folge, drei der Geschwister haben (sind jetzt 8 Monate alt) bereitsnachgewiesen HD, etc.pp.)
    Vermehrer, die EINMAL auf ihrem kompletten Wurf sitzen bleiben würden, werden sich mit hoher Wahrscheinlichkeit beim zweiten Mal überlegen, ob sie NOCHMAL zehn oder mehr Hunde haben möchten, von denen sie am Ende nicht wissen, wohin damit.
    Letzendlich landen sie dann im Tierschutz und haben da allemal bessere Chancen auf ein gutes Zuhause.
    SERIÖSE Tierschutzorgas machen VK`s, um ganz sicher zu gehen, dass der Hund ein ENDGÜLTIGES Zuhause bekommt, das zu ihm passt....und nicht umgekehrt .
    Von daher sind VK`s ein absolutes MUSS.
    Erzählen können die Leute viel (ich hatte schon Leute, da war das Einfamilienhaus für den Not-RR, der unbedingt einziehen sollte, eine 2-Zimmer-Wohnung im 5. Stock ohne Fahrstuhl....es zog dann nach Ablehnung ein Welpe ein, man darf raten, wo der herkam....) und ich persönlich habe nichts zu verbergen.
    Darf gerne jeder kommen und gucken und dass Hunde wieder "einkassiert" werden, ist, glaube ich sicher, eher die Ausnahme.
    Zumal ja nun jeder der felsenfesten Überzeugung ist, dass SEIN Zuhause das weltbeste für den betreffenden Hund ist.


    LG, Suse
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    Um sich Feinde zu machen, muss man keinen Krieg erklären. Es reicht, wenn man sagt, was man denkt.

    - Martin Luther King -



  6. #6
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von spechti Beitrag anzeigen
    Ich seh`das anders.
    Für mich gibt es nur zwei Wege, mittlerweile nur noch einen, einen Hund aufzunehmen.
    Entweder ich suche mir einen seriösen Züchter, der kontrolliert und nach strengen Vorgaben (Gesundheitsuntersuchungen, Wesen, ZZP, Aufzuchtbedingungen, Züchterschulungen, etc.pp.) wirklich ZÜCHTET ODER ich nehme einen Hund aus dem Tierschutz.


    LG, Suse
    Daran ist viel Wahres, dennoch ist mir diese Sichtweise zu schwarz-weiß.

    Auch bei den VdH Züchtern gibt es zu nicht gerade kleinen Teilen welche, denen die $ in den Augen stehen.
    Schon mal geschaut, wie viele RR Züchter der VdH aktuell gelistet hat und wie viele das noch vor 20 Jahren waren?
    Nur können diese, da sie gewissen Regularien unterstehen (aber auch da gibt es Wege...), nicht ganz so frei agieren wie die reinen Vermehrer.

    Auch bei den VdH Züchtern (gerade denen, die eine stark nachgefragte Rasse wie den RR züchten), muß man ganz genau hinsehen und sich Referenzen einholen. Ein seriöser Züchter wird Kontakte zu anderen Welpenkäufern ermöglichen.
    Und auch dann, wenn man sich nach bestem Wissen und Gewissen informiert hat und auf dieser Basis eine Entscheidung trifft, kann man immer noch daneben liegen. Denn auch ein guter Züchter kann nicht alles ausschliessen, was die Natur an Krankheiten, Fehlbildungen.... im Programm hat.

    Aus unserer eigenen "Hundechronologie" kann ich berichten, dass 3 Hunde vom VdH Züchter stammten, eine Hündin, die RR, aus einer sog. Hobbyzucht.
    Ratet mal, wer der gesündeste von allen war? Ja, richtig: der "Vermehrer Hund".

    Daraus jetzt den generalisierenden Schluss ziehen zu wollen, dass deshalb vom Kauf beim VdH Züchter abzuraten sei, ist genauso schräg und wirklichkeitsfremd wie der umgekehrte Schluss. Denn es gibt reichlich gesunde Hunde ohne VdH Zucht Verbandelung.

    Selbstverständlich soll das kein Plädoyer für Hunde aus dem Massen Vermehrertum z.B. in den östlichen Nachbarstaaten sein. Dass damit allem Übel Vorschub geleistet wird, sollte eigentlich jedem, der nicht nur mit dem Bauch kauft, sondern sich den einen oder anderen Gedanken im Vorfeld macht, sonnenklar sein.

    So. Und jetzt der Tierheim Hund.
    Ja, natürlich ist es nur zu unterstützen, wenn man sich dort einen Hund holt.

    Letztendlich muß man beim TH Hund auch das bewältigen, was man bekommt, und was auch nicht beim genauesten Hinsehen erkennbar ist, sondern sich so peu à peu herauskristallisiert, wie beim VdH Welpen.
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  7. #7
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Hallo, Gemeinde!

    Die Argumente "Pro Tierschutz-Hund" sind ja durchaus nachvollziehbar. Es gibt nur eben auch die andere Sichtweise. Unser erster Schäferhund stammte von einem anerkannten Züchter, hatte rote Papiere, wurde von einem hundeerfahrenen Halter gekauft - und landete trotzdem im Tierheim. Er war sein Leben lang kränklich, hatte am Ende eine Nervenschädigung, wodurch er die Kontrolle über die Hinterbeine verlor... Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.

    Unseren Vizsla hatten wir dann aus einer sogenannten Hobbyzucht. Eine Hündin, einmal gedeckt - 12 Welpen, die in der Familie aufwuchsen, alle tierärztlich untersucht, geimpft und gechipt waren. Die Kleinen hatten natürlich keine Papiere, aber sowas brauche ich auch nicht. Mir reichte es, zu sehen, dass die Kleinen gut und liebevoll gehalten wurden.

    Auch unseren Neuesten haben wir erst mitgenommen, nachdem wir uns die Eltern angesehen und die Haltungsbedingungen beurteilen konnten. Das war die wichtigste Entscheidung.

    Dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, ist in unserer Marktwirtschaft natürlich richtig. Es ist aber auch nicht selbstverständlich. Wenn ich mir die Lage in Spanien oder Rumänien - um nur zwei Länder zu nennen! - ansehe, dann komme ich zu dem Schluss, dass das Angebot auch ganz ohne Nachfrage sehr groß werden kann. Und was macht so ein "Züchter", wenn er seine Welpen nicht los wird? Hierzulande gehen die Tiere zum Glück überwiegend ins Tierheim und werden dann als Tierschutzhunde vermittelt. Überwiegend! Es soll aber auch "Züchter" geben, denen ganz andere Lösungen einfallen.

    Ich wollte aber eigentlich gar keine Diskussion über dieses Thema lostreten. Eigentlich wollte ich dem Fragesteller nur meinen persönlichen Rat geben, nach Bauchgefühl zu entscheiden. Er sollte den Hund nehmen, in den er sich "verliebt". Egal wo er herkommt.

    LG Jochen

  8. #8
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Pinky4
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Ich finde nicht, dass diese Diskussion hier so fehl am Platze ist. Der Thread soll ja auch zur Entscheidungsfindung beitragen - auch für andere Interessierte, die darüber stolpern.
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.
    DAS ist definitiv NICHT die gängige Praxis, dass "Wurfpaare" in Zwingern leben.
    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    Unseren Vizsla hatten wir dann aus einer sogenannten Hobbyzucht. Eine Hündin, einmal gedeckt - 12 Welpen, die in der Familie aufwuchsen, alle tierärztlich untersucht, geimpft und gechipt waren. Die Kleinen hatten natürlich keine Papiere, aber sowas brauche ich auch nicht. Mir reichte es, zu sehen, dass die Kleinen gut und liebevoll gehalten wurden.
    Tierarzt ist nicht gleich Tierarzt. Und selbst der tollste Tierarzt kann, wenn er einen Welpen untersucht, nicht erraten, welche Veranlagungen das Würmchen evtl. bereits genetisch mit auf den Weg bekommen hat. Die liebevollen Haltungsbedingungen helfen einen Dreck, wenn der Hund mit HD/ED/... zu kämpfen hat.
    Und auch das sieht der Tierarzt dem Welpen in der Regel nicht an.
    Geändert von Pinky4 (19.10.2017 um 08:07 Uhr)

  9. #9
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Josch Beitrag anzeigen
    ..
    Und VDH-Züchter züchten schließlich auch, weil sie Geld verdienen wollen. Meist auch mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben.
    wer züchtet 'mit mehreren Wurfpaaren, die in Zwingern leben', wer?
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    Whoever does not move dies or is already dead.


  10. #10
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Bonic
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    [QUOTE=Jajosel;837706

    Auch bei den VdH Züchtern gibt es zu nicht gerade kleinen Teilen welche, denen die $ in den Augen stehen.

    Auch bei den VdH Züchtern (gerade denen, die eine stark nachgefragte Rasse wie den RR züchten), muß man ganz genau hinsehen.[/QUOTE]


    Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Allerdings war es kein RR- Züchter, sondern ein Viszla-Züchter des VdH.

    Sah alles super aus; gepflegte Anlage, Hunde verschiedenen Alters.... nur keine Althündinnen; die werden dann nach getaner Arbeit in "gute Hände" gegeben. Und auf die Frage, welche der vorgestellten Hündinnen den nächsten Wurf bekommen soll gab es die Antwort: " Die, die und eventuell noch die!"
    Na klar, dann natürlich auch alle "Hausaufzucht" mit direktem Familienkontakt
    Feeyota and Josch like this.
    Du kannst den Wind nicht ändern - aber Du kannst die Segel anders setzen!

  11. #11
    Jajosel
    Gast

    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Bonic Beitrag anzeigen
    Die Erfahrung haben wir auch gemacht. Allerdings war es kein RR- Züchter, sondern ein Viszla-Züchter des VdH.
    Für eine Viszla Hündin haben wir uns vor gut 15 Jahren auch mal interessiert.
    Damals war mein Wissensstand, dass diese Rasse in Deutschland nur in Jägerhände abgegeben wird.
    Hat sich daran etwas geändert?
    (Wir waren damals sogar bei einem Züchter in der Schweiz, da gab es diese Einschränkung nicht). Und am Ende haben wir uns für unsere tolle Selma antschieden (s.o.)

    Wenn ich so genau überlege, dann sehe ich in Deutschland jetzt relativ viele Viszlas. Das wird doch nicht die neue Moderasse werden??

  12. #12
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Einen Hund aus dem Tierschutz aufzunehmen ist eine gute Sache. Sie hat Vor- und Nachteile, genauso wie die Aufnahme eines Welpen aus einer seriösen Zucht.

    Ich widerspreche Jochen deutlich, wenn er sagt, man soll sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo ein Hund herkommt. Es gibt sehr viele Quellen, die man nicht unterstützen darf. Wo die Elterntiere kein würdiges Leben führen dürfen und nur des Geldes wegen verheizt werden. Stichwort Vermehrer, Wühltischwelpen ... Informationen und verstörendes Bildmaterial dazu gibt es im Netz satt und reichlich, wenn man sich die Mühe und Gedanken macht.

    Für mich arbeitet ein Tierschutzverein, der keine Vorbesuche macht, ebenso unseriös wie ein Züchter, bei dem unbesehen jeder Anrufer einen Hund bekommt.

    Niemals hätte ich einen meiner Pflegehunde in unbekannte Hände gegeben. Die Leute mussten nicht nur einem Vorbesuch zustimmen, (Habe selbst einige gemacht und kann sagen, dass sich von mir noch niemand belästigt gefühlt hat und es immer nette Gespräche waren. Da wühlt auch keiner im Schlafzimmer in der Wäscheschublade.), sondern die Hunde persönlich bei mir besuchen. Die Entscheidung, ob der Hund da hingeht, habe ich erst nach persönlichem Kennenlernen gefällt und das im Vorfeld auch offen so gesagt.

    Ein Tierschützer hat eine ebenso große Verantwortung wie ein Züchter, der für seine Welpen geeignete Menschen suchen muss.

    Ob jemand als Hundeanfänger mit einem in Not geratenen Ridgeback zurechtkommt, kann man in einem Forum nicht sagen. Ich habe es mir, trotz meiner Pflegestellenerfahrung, vor drei Jahren nicht zugetraut. Es gibt aber immer wieder auch leichtführigere Ridgebacks, die abgegeben werden. Man muss vielleicht einfach etwas darauf warten. Ich würde in dem Fall vorab schon Kontakt zu dem Verein aufnehmen, meine Situation schildern und mich beraten lassen.

    Gruß, Marion
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  13. #13
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    Standard AW: RR aus dem Tierheim ohne Hundeerfahrung?

    Zitat Zitat von Marion18 Beitrag anzeigen
    Ich widerspreche Jochen deutlich, wenn er sagt, man soll sich nicht zu viele Gedanken darüber machen, wo ein Hund herkommt. Es gibt sehr viele Quellen, die man nicht unterstützen darf. Wo die Elterntiere kein würdiges Leben führen dürfen und nur des Geldes wegen verheizt werden. Stichwort Vermehrer, Wühltischwelpen ... Informationen und verstörendes Bildmaterial dazu gibt es im Netz satt und reichlich, wenn man sich die Mühe und Gedanken macht.
    Liebe Marion, was verstörendes Bildmaterial und unmögliche Haltungsbedingungen angeht, hast Du zweifellos recht. Ich möchte nur anmerken, dass hier nicht von Wühltischwelpen die Rede war. Wir haben über deutsche Tierheime und in Deutschland gezüchtete Welpen gesprochen. Da gelten glücklicherweise Standards (die auch weitgehend eingehalten werden!), die es in anderen Gegenden der Welt so nicht gibt.

    Wenn Du meine Zeilen so verstanden haben solltest, dass ich zum Hundekauf auf dem wöchentlichen Flohmarkt in Lüttich geraten hätte, dann hättest Du mich gründlich missverstanden - oder ich hätte mich sehr missverständlich ausgedrückt.

    Auch ich würde auf dem Markt in Lüttich nie einen Welpen kaufen. Allerdings frage ich mich insgeheim, was wohl aus den armen Viechern wird, die dort nicht gekauft werden... DIESES Problem - über das bisher gar nicht die Rede war! - kann ich nicht lösen. Auch nicht für mich persönlich. Deswegen besuche ich solche Märkte gar nicht erst.

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