... erst einmal super vielen Dank für eure Antworten ...
Zum Thema alleine sein:
Je nachdem wie gerade die Schicht fällt, ist Hundi 4 bis 6 Stunden alleine. Meinen Rüden habe ich damals auch ab und zu in eine Huta gebracht. Die Schwiegermama möchte auch gerne einen Hund haben, scheut aber die mindestens täglichen 3 Spaziergänge. Ansprechpartner für den Welpen wären dann 3 Personen. Das halte ich ehrlich gesagt nicht für besonders viele. Zudem bin ich mittlerweile fast 40 Jahre und ich habe null Bedürfnis Kinder zu bekommen. Ich werde somit nie in die Lage versetzt werden, eine zeitlang ganz daheim bleiben zu können. Außerdem soll Schwiegermama auch keine großen erzieherischen Maßnahmen mit dem Hund durchführen. Sie wird eingewiesen in das was Hundi darf und was nicht und sie wird mit den Befehlen vertraut gemacht, dasmit es nicht zu Verwirrungen für den Hund kommt, das hat mit dem Vorgänger auch gut geklappt. Ob sie überhaupt mit ihm spazieren gehen soll, hängt natürlich vom Hund ab. Wir haben eine 800 qm großen Garten und wenn mein Lebensgefährte und ich den Hund täglich 2 Stunden ausführen (natürlich erst wenn die Gelenke das auch verkraften), dann wird das wohl ausreichen. An den WE wird dann mit dem Hund auch mal mehr gemacht als 2 Stunden. Unsere Voraussetzungen werden sich also nie ändern.
Ich arbeite zwar auch ab und zu im Außendienst, fahre aber nur durch die Gegend und besichtige Immobilien von außen. Also Hundi wäre im Auto nicht alleine und den "Witterungsverhältnissen" ausgesetzt.
Zum Thema Jagdhund:
In meinem Freundeskreis haben viele, die ähnliche Voraussetzungen haben wie ich Jagdhunde aus der Leistungszucht und sind selbst Jäger. Auch ich habe mit einem Labbi aus der Leistungszucht geliebäugelt, allerdings geht mir die Retriever-Szene etwas auf den Geist, weil die den Retriever auf ein so hohes Podest stellen, was schon fast einer Heiligsprechung gleich kommt. Versteht mich nicht falsch, für mich hat der Hund auch einen hohen Stellenwert im Leben aber er muss immer noch ein Hund bleiben und kein Sportgerät oder aber verhätscheltes Stofftier.
Der RR ist offenbar sehr vielfältig. Es versteht sich von selbst, dass ich die Anlagen zum Wachhund nicht verschärfe in dem ich diesen Trieb verstärke. Nach der Rassebeschreibung hat er es von Natur aus.
Der DSH ist mir eigentlich ein wenig zu triebig, aber Gedanken habe ich mir über diese Rasse selbstverständlich auch schon gemacht und schon mit einigen Züchtern gesprochen. Der Dobermann ist überhaupt kein Hund für uns, da in der Regel viel zu nervös und geht eher aus Angst nach vorne. Ich habe selten einen Dobermann gesehen, der ruhig und ausgeglichen ist. Da würde ich persönlich eher den Rottweiler vorziehen. Ein Malinois kommt so überhaupt nicht in Frage.
Den RR halte ich persönlich für eine Herausforderung. Ich brauche keinen Hund mit Kadavergehorsam (wäre aber wirklich schön, wenn er zumindest auf Abruf kommt). Einen Mali zu erziehen ist vermutlich auch nicht wahnsinnig schwer, oder? Er bringt das nötige "will to please" mit und ich muss halt nur ein wenig steuern.
Wenn ich den RR nach seiner Geschichte beurteile, handelt es sich hier um einen selbständigen Hund. Nach der Rassebeschreibung würde ich ihn teilweise schon in die Molosser-Schiene packen oder bin ich da vollkommen verkehrt? Unter den Molossern gibt es auch Wach- und Schutzhunde die ebenfalls zur Jagd gebraucht wurden, wie z. B. der Boerboel. Wenn ich das richtig verstanden habe, wurde der RR in Bayern zunächst gelistet (weil er vermutlich in das Scoring passte), ist dann aber wieder von der Liste gestrichen worden, weil die Agressivität dieser Rasse widerlegt werden konnte.
Und einen Kulturschock kann ich verkraften. Im übrigen komme ich aus dem Tierschutz und habe auch schon mit diversen anderen Hunderassen gearbeitet (allerdings noch nie mit dem RR). Aber eine gute Mensch-Hund-Beziehung hängt doch vom Vertrauen auf beiden Seiten ab, das wird vermutlich auch beim RR nicht anders sein, oder?
Schöne Grüße und ein nettes Restwochenende
Mirja


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Themenstarter
. Im übrigen komme ich aus dem Tierschutz und habe auch schon mit diversen anderen Hunderassen gearbeitet (allerdings noch nie mit dem RR). Aber eine gute Mensch-Hund-Beziehung hängt doch vom Vertrauen auf beiden Seiten ab, das wird vermutlich auch beim RR nicht anders sein, oder?



Ich reite da eher auf.


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