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Thema: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

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  1. #1
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von Amare Beitrag anzeigen
    Ich find es grenzwertig pauschal zu empfehlen den fremden Hund abzuwehren.
    wie jetzt, willst du die verteidigung deinem hund überlassen.


    Zitat Zitat von Amare Beitrag anzeigen
    Man sollte sich seiner Sache wirklich sicher sein und auch damit rechnen das ein solches Verhalten den fremden Hund nicht unbedingt in die Flucht schlägt sondern auch andere, gefährlichere Reaktionen hervorrufen kann!
    wenn man seiner sache nicht sicher sein sollte, dann darf man mit seinem hund eben nur dahin gehen, wo sich nur wohlerzogene und/oder gesicherte hunde aufhalten.

    natürlich könnte man auch versuchen den aggressor mit frischen honigbrot unter kontrolle zu bekommen.
    Geändert von Heins (05.01.2012 um 09:14 Uhr) Grund: quotes in ordnung gebrachr
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  2. #2
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Mag sein das du einen paradisischen Ort kennst an dem es nur wohlerzogene Hunde gibt, ich kenn diesen Ort leider nicht.
    Deswegen werde ich wohl damit leben jenen unerzogenen Hunden auf verschiedene Art zu zeigen das sie unerwünscht sind.
    Ob das Honigbrot dabei hilfreich ist ... nunja *ironie*

    Allerdings ist es mMn schon wichtig verschiedene Lösungen aufzuzeigen! Ich persönlich würde mich nicht sicher genug fühlen dem keifenden Rottweiter (als Beispiel) ebenfalls keifend entgegenzutreten. Denn wenn dieser Hund der Meinung ist mir die Richtung geben zu müssen, zieh ich auf jeden Fall den kürzeren... Kommt allerdings ein Dackel daher, sieht die Sache schon wieder anders aus ... ;)

    Von daher - Vorsicht mit Pauschalisierungen!

  3. #3
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    tja, und wenn der dackel dir dann an den hals springt und sich festbeisst, was dann?

    paradiesisch? hier? nein! ich habe schon so manchen köter (nein noch niemals einen dackel) abgewehrt und man wird es vllt nicht glauben, die biester haben ganz schnell ihre lektion gelernt und sind mir fürderhin aus dem weg gegangen, selbst wenn ich mit einer läufigen hündin unterwegs war.
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  4. #4
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    ich sehe es wie suse, habe allerdings auch einen gut sozialisierten deeskalierer.
    addo spricht sehr klar und ist sehr verlässlich. insofern weiß ich, wenn ich ihn ableine und ruhig weiter gehe, ihn rufe und die sache beobachte, kommen wir am besten klar. allerdings laufe ich nicht frontal auf den aggressor zu sondern versuche im bogen an ihm vorbei zu gehen.
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    Herzliche Grüße
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  5. #5
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    tja, und wenn der dackel dir dann an den hals springt und sich festbeisst, was dann?
    Wie gross bist Du, 1,20m ???
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  6. #6
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Forfex Beitrag anzeigen
    Wie gross bist Du, 1,20m ???
    forefex, schön, malwieder von dir zu lesen
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  7. #7
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    Off-Topic:

    forefex, schön, malwieder von dir zu lesen

    ja, sein Spruch war gut.
    In Gegensatz zu Deinem hier!

  8. #8
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Jede Hundebegegnung ist individuell. Es gibt keine klare Anleitung.

    Wichtig ist, seine/n Hund/e lesen und einschätzen können, versuchen den Fremdhund möglichst gut einzuschätzen.

    Es ist auch ein riesen Unterschied, ob der Fremdhund langsam oder gerannt kommt. Je nach Situation lasse ich den Kontakt erst mal zu und beobachte dabei MEINEN Hund. Denn meinen Hund kann ich beurteilen. Beurteilen, ob es harmlos ist, oder ich abbrechen muss.

    Ich würde mich nicht von meinem Hund, der sich gerade im Konflikt mit einem anderen Hund befindet, entfernen. Denn damit bringe ich meinen Hund in Entscheidungszwang. Er weiß, er muss mir folgen, aber dazu müsste er dem Feind den Rücken zudrehen. Ein NOGo....

    Sehe ich einen Fremdhund, schon aus Entfernung kommen, schicke ich meine Hunde ins Platz. Damit bin ich bis jetzt immer gut gefahren, und der Fremdhund war immer so verblüfft, dass die Situation neutralisiert wurde oder Fremdhund abdrehte...

    LG

    Heike

  9. #9
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    naja, es gibt unterschiedliche lösungen

    hund blocken und in die flucht schlagen
    leckerlis schmeissen und hoffen, dass der fremde hund gerade hunger verspürt
    eigene hund losmachen

    ich treffe nur wenige hunde beim gassi und aggressive eigentlich nie. nur als meine herzdame das letzte mal läufig war und ein rüde sich von seinem frauchen entfernte und wauwi div mal ganz lieb rief, da hab ich meinen da schon ziemlich wütenden rüden losgelassen - bevor der fremde hund für nachwuchs bei uns sorgt. thema erledigt, frauchen schlug auch nen höheren gang ein.... ist bis auf lautes getose meines rüden nichts weiter gewesen, aber der hund hält sich sicher zukünftig von uns fern...

    ich hasse sowas

    gott sei dank passiert sowas hier aber so gut wie nie
    Martina

    mit Elainee, Kunjani und Tisha

  10. #10
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Meinen Hund lass ich schonmal gar nichts regeln. Soviel zu Deiner Frage wer die Begegnungen bei uns regelt.

    Ich sage auch nichts gegen Deine Art die Situationen zu lösen. Und wenn du ein solch beeindruckendes Auftreten hast das alle anderen Hunde ablassen - dann ist doch alles prima.

    Ich sage nur das nicht jeder diese Situationen auf Deine Art lösen kann, und man sich eben sehr sicher sein sollte und auch entsprechend Auftreten muß! Zögern, Angst oder Unsicherheit kann diese Situationen auch verschärfen. Dessen muß man sich bewußt sein!

    Ich weiche auch nicht jedem Hund aus, einige haben auch von mir schon (verbal) eine auf die Zwölf bekommen. Das heißt aber längst nicht das ich pauschal bei allen Hunden so reagieren würde!
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  11. #11
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Nikita333
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Mal ganz ehrlich: Seit dem mein Mann vor ein paar Jahren von einem Schäferhund in den Oberschenkel gebissen wurde (er hat sich noch passend abgewendet ), haben wir beide höllischen Respekt vor derartigen "Objekten". Bei meinem Mann schlägt dies in Aggressivität um, bei mir eher in Feigheit - beides NICHT gut !!! Außerdem bin ich ein gebranntes Kind, seitdem mein Sohn NEBEN mir von einem an der Leine geführten Hund ebenfalls in den Oberschenkel gezwickt wurde. Ich bekomm die Kriese, wenn ein freilaufender Hund entsprechend auf mich zu kommt...
    Die Hofhunde, die hier frei herumwuseln, kennt man mittlerweile - kein Problem. Aber in fremder Umgebung ein fremder Hund unangeleint - Besitzer nicht sichtbar ... Das ist nichts für meine strapazierten Nerven.
    Passiert hin und wieder - bleibt halt nicht aus - aber ruhig zu bleiben und entsprechend zu handeln, sorry, dass fällt mir verdammt schwer. Da wehr ich mich lieber gegen einen Menschen (weiß ich wenigstens, wo ich hin muß , da hab ich keine Ängste), als gegen einen nicht einschätzbaren Hund im Ernstfall.

    Bislang hab ich immer Glück gehabt - wohl genug den Po zusammengekniffen und entsprechend agiert oder halt Leine los - aber ... ich mag das einfach nicht !!!!!!
    Und wenn - ja wenn - der Besitzer dann doch irgendwann noch auftaucht - oder ich den kennen sollte - Leute, der muß sich verdammt dick anziehen !!!!!


    Melanie, Themba und Nala

    - mit Klein-Elwood für immer im Herzen .....

  12. #12
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Hm, das sind die Situationen, die ich, nebst kleine auf uns losstürmende Fellbündelkamikazen, wirklich hasse.

    Je wilder ich mich da aufführe, um so mehr denkt Kimba, jetzt muss sie auch was zeigen.

    So gehe ich umgehend und ruhig weg, wenn das möglich ist! Besonders wichtig, wenn der andere Hund vielleicht sein Territorium verteidigt. (Hofhunde z.B.)

    Kimba ist gross und sehr kräftig. So wird sie selten angegangen. Ist ihr ein Hund klar körperlich überlegen und wir haben viel Platz, dann gebe ich sie frei. Sie ist ja nicht doof und gibt ihm gar keine Möglichkeit sie zu fassen. Es gab noch keinen Aggressor, der ihr an Geschwindigkeit und ihren Haken gewachsen war. Nach mehreren Kreis-Speeds ist die Luft bei denen in der Regel eh draussen und der Kontakt gestaltet sich friedlich.

    Bei lästigen Rüden in der Läufigkeit werfe ich zur Not schon mal Steine. Ich bin da ziemlich zielsicher und der andere Hund ist ziemlich baff, dass wir auf so grossen Abstand bereits "beissen" können. Auch einen kräftigen Stecken knapp über den Boden, wie einen Bumerang in die Beine des Belästigers schleudern wirkt richtig gut, da trifft man in der Regel auch einfacher. Und für Kimba ist das nicht Angriff auslösend.

    Ist das Alles nicht möglich, (Nähe Strasse, viele Menschen/Kinder in unmittelbarer Nähe) dann müssen wir Eindruck machen. Meist genügt es sich frontal auf den Hund zuzudrehen, stehenbleiben und sich gross zu machen. Beim ersten Zögern des anderen Hundes, lassen wir auch Luft raus. Dem anderen Hund muss räumlich die Möglichkeit gegeben sein, weg zu können. Es geht ausschliesslich darum die Distanz einzufordern.

    Kimba erstarrt und fixiert dann. (absoluter Mist, denn das trainierten wir ja raus ) Beide frontal zum Fremdhund zugedreht, ich mich ganz gross gemacht, haben bis jetzt alle einen Bogen um uns gemacht. Stinkt mir aber ganz gewaltig, denn genau das will ich ja nicht mehr auslösen bei Kimba.

    So mache ich das wirklich nur, wenn die Körperhaltung des anderen Hund absolut nichts mehr Freundliches zeigt, keine Hilfe in der Nähe ist und wir sonst ziemlich sicher angegriffen werden. (bisher 2x nötig) Da bekomme ich nämlich Angst und die macht mich, wenn es gar keinen Ausweg mehr gibt, sehr, sehr entschlossen.

    Oh je, das klingt nun, als wenn man ständig auf Abwehr aus ist. 99% der Begegnungen laufen jedoch friedlich ab und wir haben viel Spass.
    lg Eva

  13. #13
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Den anderen Hund zu vertreiben kann in die Hose gehen.
    Hab ich mal bei einem gemacht, der uns knurrend den Weg verlegt hatte (der knurrte übrigens mich an).
    Mein Dickerchen war bis dahin hinter mir geblieben .... na ja, als ich den anderen zu verscheuchen begann, schoß mein Dicker von hinten an mir vorbei und zeigte mir, wie man so was nachhaltig gestaltet ....
    Geändert von Benutzername (05.01.2012 um 11:15 Uhr)

  14. #14
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von Benutzername Beitrag anzeigen
    na ja, als ich den anderen zu verscheuchen begann, schoß mein Dicker von hinten an mir vorbei und zeigte mir, wie man so was nachhaltig gestaltet ....
    dann weißt du ja jetzt, wie man das richtig macht.
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  15. #15
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von Heins Beitrag anzeigen
    dann weißt du ja jetzt, wie man das richtig macht.
    Ja, wir haben uns verbessert
    Und ich habe der Verlockung widerstanden, das ganze von vornherein den dicken regeln zu lassen.
    Obwohl der so was wirklich gut kann ....

  16. #16
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von BerTin
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Oh, das ist die Situation die wir hier, wohl alle hassen.
    Jamie ist sehr sozial, aber lässt sich auf keinen Fall angreifen, dann kontert er sofort zurück. Meistens ist dann Ruhe, selten bellen sie sich nochmal an und dann wird getobt.
    Ich kann ihn jedoch durchaus aus dieser Situation abrufen.

    Was mir Gedanken macht, ist wenn Hunde mich angehen, da glaube ich, das Jamie sofort auf den Anderen losgehen würde. Haben wir zum Glück noch nie gehabt. Aber aus dieser Befürchtung meinerseits, versuche ich sofort abzudrehen und mich zu entfernen, wenn etwas drohendes auf uns zu kommt.

    Sollte der andere Hund uns verfolgen, würde ich auch mit allem mir zu verfügenden Sachen in meinen Taschen versuchen, die Situation umzulenken.
    Leckerlie, Bälle, Schellen und im äußersten Notfall auch Pfefferspray, bisher ist uns zum Glück nur ein gefährlicher Hund an der Leine entgegen gekommen. Wo ich heilfroh war, das die Dame den Hund so grade eben noch halten konnte.
    Seit dem sind meine Taschen gefüllt um im Fall der Fälle eine Chance zu haben.
    VG
    Tina
    Ich träume nicht mein Leben, ich lebe meinen Traum

  17. #17
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von pete23021972
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    nur um mich mal wieder unbeliebt zu machen. "den dicken das regeln lassen" halte ich nicht für die schlechteste idee. selbstredend sollten hund und halter sich ihrer jeweiligen kommunikationsfähigkeit bewusst sein. und ja, das kann in die hose gehen. aber, welcher lösungsweg kann das nicht?

    pete
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    cira und balou, es mag der tag kommen, an dem mir euer name keine tränen in die augen treibt. ich hoffe, er kommt nie.
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  18. #18
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von pete23021972 Beitrag anzeigen
    nur um mich mal wieder unbeliebt zu machen. "den dicken das regeln lassen" halte ich nicht für die schlechteste idee. selbstredend sollten hund und halter sich ihrer jeweiligen kommunikationsfähigkeit bewusst sein. und ja, das kann in die hose gehen. aber, welcher lösungsweg kann das nicht?

    pete
    Prinzipiell stimme ich Dir zu, vor allem wenn mehrere Hunde im Spiel sind und die Lage chaotisch zu werden droht.
    Der worst case ist ja nun mal der gebissene Mensch, da sind sich wohl alle einig.
    Aber bei meinem Dicken wär es die schlechtere Idee gewesen. Kommunikation ist ein sehr weiter Begriff ...

  19. #19
    Mathuni
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Das ist alles so situations- und hundeabhängig... Bei uns läuft das so (und wäre anders auch schlecht machbar):

    Mein Rüde reagiert völlig anders als meine Hündin und im Zweierteam ist das nochmal anders. Ich schütze, wo es geht, aber ich muss auch wissen, wo meine Grenzen sind, weil ich mit dem guten Willen zum Schutz, der dann in die Hosen geht, letztendlich mehr Schaden anrichte als etwas gut mache.

    Der Rüde ist bei Leinenbegegnungen unsicher - wegen mir und wegen seiner eingeschränkten Bewegungsfreiheit. Im Freilauf ist er sicher und körperlich sehr ausdrucksstark, körperliche Kommunikation ist für ihn wichtig. Dazu kommt, dass er durchaus sehr deeskalierend agieren kann.

    Meine Hündin fühlt sich bei mir sicher (egal, ob die Leine dran ist, oder nicht). Von Welpenbeinen an kommt sie bei Unsicherheit zu mir und geht gegebenenfalls hinter mich.

    Im freilaufenden Zweierteam fühlt sich das Mädel stärker als im Einzel, was wiederum heißt, dass das Auftreten durchaus auch dreister sein kann. Im freilaufenden Zweierteam bleibt der Rüde meist cool, neigt aber ab und an dazu, das Mädel mit zu beschützen.

    So, nun hab ich Situation 1: Ich alleine mit dem Bub unterwegs, drohender Hund kommt. Zunächst lasse ich angeleint, gucke, wie der andere Hund weiter reagiert, meine Hand ist dabei aber schon am Karabiner der Leine. Abgesehen davon, dass sich neben mir bereits 45 kg geballte Energie hochplüscheln, die sich sicher nicht hinter mir verstecken werden, weiß ich auch, dass für das komplizierte Leinenbegegnungsunsicherheitsverhältnis (tolles Wort) zwischen mir und meinem Rüden nichts Schlimmeres passieren kann, als dass mir der Kerl angeleint neben mir zerbissen wird. Oft schwenken die freilaufenden Hunde ja in ihrem Verhalten noch um (das passiert uns öfters mal), dann kann ich meinen angeleint lassen und alles ist gut. Schwenkt der Fremdhund nicht um, dann klinke ich den Karabiner aus, damit Buki Platz hat, körperlich zu agieren und zu deeskalieren - bzw. sich im schlimmsten Fall auch zu wehren. Wenn der Fremdhund wirklich beschädigen will, dann krieg ich den nicht abgewehrt, wenn ich auch noch über meinen drüberfalle und gucken muss, wie ich den körperlich gehändelt bekomme.

    Situation 2: Ich allleine mit Hündin unterwegs, drohender Hund kommt. Die Situation ist komplett anders, weil das Mädel gleich mal möglichst klein hinter mir steht und nicht neben mir auf Plüschelelefantengröße anwächst. Hier kann ich abwehren, weil ich mich voll auf das Abwehren konzentrieren kann. Leine los würde hier nichts bringen, weil Rose nicht das aufwändige Deeskalationsprogramm eines Bukis abspult und bei Unsicherheit/Angst sowieso an mir klebt. Ich bin da also voll in der Verantwortung.

    Situation 3: Ich mit beiden Hunden unterwegs, drohender Hund kommt. Da warte ich gar nichts ab, sondern leine den Bub ab. Das Mädel fühlt sich im Team mit Buki und ist mutiger - sie bleibt an der Leine, damit sie in das deeskalierende Verhalten von Buki nicht pushend und kontraproduktiv reinrauschen kann. Ich muss Buki ableinen, weil ich zwei angeleinte Hunde im ernsten Ernstfall nicht mehr schützen kann. Wer mir erzählt, er kann das pauschal immer und ständig, dem schenke ich herzlich wenig Glauben (außer er zeigt mir seinen "Incredible"-Mitgliedsausweis).

    Ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen Fred zu dem Thema (da ging es um 5 freilaufende Hunde):

    Wichtig ist - finde ich - zu wissen, wie die eigenen Hunde reagieren und welchen seiner Hunde man gegebenenfalls als Unterstützung zur Konfliktbewältigung einsetzen kann. Ich schütze meine Hunde - das Vertrauen baut darauf. Aber manchmal sind sie wirklich Partner - sie vertrauen nicht nur mir, sondern ich auch ihnen. Immer kann ich sie nicht beschützen. Gut, wenn wir dann als Team agieren können und meine Hunde auch ohne meine schützende Hand vernünftig reagieren. Ich denke, ich würde mit einem angeleinten Hund, der direkt in meiner unmittelbaren Nähe (die ja Schutz bieten soll) von anderen Hunden plattgebügelt wird, weil er wegen Leine gar nicht aus kann ... mehr Schaden als Gutes anrichten.
    LG

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  20. #20
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Zitat Zitat von BerTin Beitrag anzeigen
    Was mir Gedanken macht, ist wenn Hunde mich angehen, da glaube ich, das Jamie sofort auf den Anderen losgehen würde.
    Ganz ehrlich? GINGE ein fremder Hund auf mich los, wäre ich äußerst dankbar über Schützenhilfe meines Hundes. Liegt wohl an meinem Mangel an allumfassender Tierliebe...

    Hm, letztlich kann man wohl auch in dieser Frage viel herumtheoretisieren. Wie man dann aber konkret in Stuation X handelt, ist eine Augenblicksentscheidung, sofern man überhaupt eine bewusste "Entscheidung" trifft/treffen kann. Die Frage "was machste, wenn ein Rotti geifernd vor dir steht?" ist also erst dann zu beantworten, wenn genau dieser Fall eintritt (nein, ich reiße mich nicht drum!).

    LG
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  21. #21
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Es ist auf alle Fälle auch etwas, das man nicht gemäß Tipps aus dem Netz regeln kann. Wenn man den anderen verscheuchen kann, dann weiß man das auch. Wenn man nicht weiß ob man es kann, sollte man es auch nicht probieren weil es einem jemand im Netz empfohlen hat. Zumal ja, wie bereits erwähnt, die Situationen seltenst nach Schema F ablaufen sondern einige Variablen dabei sind.
    Geändert von Benutzername (05.01.2012 um 12:15 Uhr)
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  22. #22
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    tina, das ist ganz leicht, ein gut gewachsener rotti, der es ernsthaft auf dich und deine maus abgesehen hat dürfte für beide eine endgültige tatsache darstellen. aber, zumindest in meiner zeit als hundehalter, habe ich solche hunde noch nicht oft gesehen.
    alles andere ist halt nur verstümmelte kommunikation. verstümmelt, weil meistens einer der beteiligten nichts davon versteht. häufig der zweibeiner.

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  23. #23
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    Standard AW: Wie verhalten? Situation: fremder freilaufender Hund, massiv drohend

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das mein Beaglerüde besser klar kommt in solchen Situationen wenn ich ihn ableine.An der Leine fängt er dann fürchterlich an zu Pöbeln. Allerdings mache ich das meist nur wenn kleinere oder gleichgrosse Hunde auf uns zukommen bzw wir die freilaufenden Hunde kennen oder es Hündinnen sind. Mit grossen freilaufenden Rüden hat er schon böse Erfahrungen gemacht. Im Dorf kennt man fast alle Hunde und wenn wir in fremden Gebieten wandern habe ich zur Sicherheit und zur eigenen Beruhigung Pfefferspray in der Tasche. Denn gerade wenn vom freilaufenden Hund kein Besitzer in Sicht ist und man selber zwei Hunde an der Leine hat, dann hat man bei einer ernsthaften Beisserei kaum eine Chance seine Hunde und sich selber unbeschadet aus der Situation zu retten.

    LG Doreen

  24. #24
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    Hallo Kati,

    viele Antworten und alle haben irgendwie recht
    Leider weiß ich nicht ob Du einen Rüden hast oder eine Hündin. Ist der fremde Hund ein unkastrierter Rüde und meiner auch (was bei mir der Fall ist ) dann wird es an der Leine brenzlig. Selbst regeln lassen, bin ich kein Freund von, aber bei zwei Rüden bleibt Dir wohl nichts anderes übrig, wenn kein Herrchen weit und breit.
    Wenn Du eine Hündin hast sieht die Sache schon anders aus Rüde und Hündin gehen ganz anders mit einander um.

    Gruß Thomas

    Ps. solche Situationen sind mir bisher erspart geblieben

  25. #25
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    oder .. ach lassen wir das besser!
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