HiHi,
hab mich richtig erschrocken als ich gerade gesehen habe, dass ein neues Thema von mir eröffnet wurde, dabei ist das nur vom Webmaster verschoben worden![]()
Corinna,
Deinen Mann bekomme ich mal ans Telefon.Nicht jeder Abgabehund ist automatisch ein Nothund mit Problemen.
Wäre ich letztes Jahr nicht mehr auf die Füße gekommen hätte ich vielleicht Famira abgeben müssen. Nothund. Und sicher kein Problemhund, bestes Mädchen der Welt.
Mein Bubsemann ist mal einen Tag bei einer Freundin gewesen. Hat sich eingeschleimt und als ich ihn abholen wollte lag er beim Hausherrn (den er vorher nicht kannte) auf dem Schoß. Der wäre auch kein Problemhund wenn mir mal was passieren würde und er neue Leute bräuchte.
Nicht alle Leute die ihren Hund abgeben müssen haben ihn falscher als man selbst erzogen.
Für mich gibt es nur noch einen Abgabehund.
Meine Freundin hat jetzt wieder eine 9 Monate alte Abgabehündin aufgenommen. Kein Problemhund, ein Glücksbringer, einfach ein großer Schatz.
Wer der Herde folgt, der folgt nur Ärschen.
Ja Sibilla, sach ich ja.
Sollten wir demnächst wieder telefonieren, dann reich ich Dich einfach mal weiter.
Es ist so, dass er weder die Erziehung noch die Ernährung der Enya handhabt, sondern ich von vornherein diese Dinge sehr gerne übernommen habe. Wir kennen uns jetzt 4 Jahre und ich bin in diesen Dingen einfach sehr konsequent, er eher nicht. Das weiß er auch. Ich mache Dinge, die ich gut kann und er macht Dinge, in denen er einfach besser ist als ich. Sozusagen Aufgabenteilung
Die Einstellung, die mein Mann derzeit hat, hatte ich auch mal. Daher kann ich seine Bedenken verstehen.
Ich denke, dass ich ihm einfach Zeit geben muss, um seine Bedenken abzulegen.
Vielleicht erzählen ja noch mehr Fories über ihre Anschaffung oder Entscheidung zu einem älteren Hund oder einem Hund aus Not. Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen profitieren zu können (z.B. mein Mann zum lesen geben- ich hab da ja garkeine Hintergedanken
)
Corinna mit Enya
Hallo, Corinna!
Unser erster Hund (kein RR) war ein Nothund, den wir vor Übernahme schon eine Weile kannten. Dennoch taten sich da ein paar Baustellen auf, die wir in dem Ausmaß nicht geahnt hatten. Das Mädel war ziemlich fremdhundeunverträglich... Andere angekündigte Baustellen wie "hasst Katzen" kamen gar nicht erst. Sie kam von Anfang an wunderbar mit unseren Katzen aus.
Letztes Jahr hatte ich zwei vorübergehende RR-Not"felle" in Pflege, weil ihr Frauchen länger ins Krankenhaus musste. Die beiden waren klasse erzogen! Da taten sich auf den Einzelhund betrachtet auch in drei Monaten keine Überraschungen auf, die zwei waren einfach prima. Was allerdings echt nicht ohne war: Die Gruppendynamik mit Bukoko. Und da hat man in drei Monaten durchaus Entwicklungen gemerkt... Wir hatten nach etwa vier Wochen eine Phase, da konnten sich die zwei Rüden nicht so recht einordnen - das gab richtig Zoff. Nach außen hin haben sie sich aber zunehmend zu einem eingeschworen Team verbunden und es war mit Fremdrüden alles andere als entspannt. Das Mädel und Buko haben eine Art Wettbewerb entwickelt, wer dem anderen noch tollere Klautricks beibringen kann. Das war auch ganz schön anstrengend...
Jeder für sich alleine war völlig pflegeleicht und das auch konstant über die Zeit hinweg. Aber die Gruppe war noch einmal ein anderes Paar Schuhe. Letztendlich bin ich froh, mich trotz Nothundüberlegungen beim dauerhaften Zweithund für einen Welpen entschieden zu haben. Mbhali konnte einfach in Ruhe mit Buki zusammenwachsen und umgekehrt.
LG
Susanne
Corinna,
dann erzähle ich jetzt mal lieber nicht von Bubi
Bis bald, nur noch 14 Tage Telefon, danach erst mal trommeln, denk dran!![]()
Wer der Herde folgt, der folgt nur Ärschen.
Hallo,
darf ich mal in die Runde fragen, wieviel Tiere Ihr so aus dem Tierschutz kennt?
Also nicht "nur" Pflegestelle" sondern auch welche, die lang im Tierheim saßen?
Zunächst mal, und da wiederhol ich mich: Welpen sind keine leeren Festplatten, die komplett nach Wunsch des Halters "programmiert" werden können.
Die bringen schon genetisch charakterliche Eigenschaften mit.
Ich seh das folgendermaßen:
Ich kann den Hund aus dem Tierschutz grob kennenlernen.
Was dann letztendlich zuhause los ist, steht wieder auf einem anderen Blatt.
Die Vorgeschichte ist mir persönlich egal. Ab dem Tag wo der Hund bei mir ist beginnt eine neue Zeitrechnung.
Ich wusste Bachs Vorgeschichte auch nicht, der saß über 2,5 Jahre im Tierheim, davon war er fast 2 Jahre nicht aus dem Zwinger raus.
Ich kenne Hunde die angekettet waren, geschlagen, total schlecht gehalten wurden und trotzdem total nett, einfügsam und offen sind.
Für mich kommen nur Tiere aus dem Tierschutz in Frage, ich würde nie zum Züchter gehen.
Im Tierschutz kann ich frei wählen, über Rasse, Alter, oft auch Herkunft weil diese bekannt ist, etc.
Und Menschen, die mit Hunden aus dem Tierschutz überfordert sind, sind es meiner Meinung nach mit eigens vom Züchter angeschafften auch.
Was ich persönlich für bedenklich halte sind so Geschichten wie Hund aus dem Ausland per Foto aussuchen und dann vom Flughafen ab nach Hause holen.
Gruß Regine

Hallo, 4 unserer 5 Hunde sind aus dem TH. Alle waren "Problemfälle. Max (Rotti) war vorher schon 2 Mal vermittelt und wurde wegen Aggressivität zurückgebracht, Dorle (SH-Mix mit ausgeschlagenem Auge) war extrem zurückhaltend und ängstlich, Pepe (Podenco-Andaluz) war ebenfalls sehr ängstlich, hat sich aber im Gegensatz zu Dorle zur Wehr gesetzt, wenn man ihm zu nahe kam. Odin (RR-Mix von RR in Not) wurde als "Dominant, nur mit Stachelhalsband führbar ...." abgegeben. Da es scheinbar (angeblich) Probleme mit den Kindern im Haushalt gab und er nciht alleine bleiben konnte, wurde er kurzerhand abgegeben. Bei keinem unserer "Notfälle" hat sich wirklich bewahrheitet, was wir vom TH erfahren haben bzw was das TH vom Vorbesitzer gehört hatte. Die Anzeichen stimmten bei allen, aber bei KEINEM war es so massiv, wie es uns gesagt wurde (was aber besser ist, als bestimmtes Verhalten zu verhamlosen). Ein "verpfuschter" Hund oder einer mit evtl. schlechten/falschen Erfahrungen ist keine leichte Aufgabe... und immer eine Blackbox. Im TH gibt es kaum die Möglichkeit, einen Hund richtig zu beurteilen. Der Streß duch die Umgebung und viele andere Hunde in nächster Nähe, ist viel zu groß. Falls der Vorbestizer bekannt ist (war nur bei Odin der Fall) muss man zumindest davon ausgehen, dass dessen Aussagen stimmen - was aber häufig leider nicht der Fall ist. Somit muss man bei den Beurteilungen durch das TH auch immer noch eine Unsicherheit von 30% einrechnen. Wenn man dann diesen Hund zuhause hat, dauert es unserer Erfahrung nach 3 - 6 Monate, bis er sich wirklich zeigt. Man kann auch einen erwachsenen Hund, der falsch oder schlecht erzogenen ist und Macken und sonstigen Eigenheiten hat, noch in die Richtung bringen, glücklich mit ihm zusammenleben und ihm ein glückliches und entspanntes Leben bieten. Dies erfordert jedoch Geduld, Verständnis, Einfühlungsvermögen und ein sehr waches Auge, wenn man in unbekannte Situationen kommt. Ein Welpe ist einfacher, da er unvorbelastet ist und man von Anfang an Einfluß auf Verhalten, Erziehung, und Ausbildung hat und seine Erlebnisse kennt. Hat ein erwachsener Hund irgendwann einmal schlechte Erfahrungen oder sonst eine (Fehl-)Verknüpfung z.B. mit Inlinern, kann es sein er tickt einfach aus wenn er erstmals die Nachbarskinder auf Inlinern sieht... obwohl er ansonsten mit ihnen spielt und sich von ihnen knuddeln lässt. Wir haben uns sehr bewußt für TH-Hunde entschieden und ich bereue keine Sekunde mit Ihnen. Uns war auch klar, was wir uns da ins Haus holen (vor allem bei Max und Odin) und dass es u.U. zu Schwierigkeiten kommen kann. Wenn man sich dessen bewußt ist und die Bereitschaft von ALLEN Familienmitgliedern vorhanden ist, spricht nichts dagegen. Außerdem gibt es auch sehr viele TH-Hunde, die sich (voraussichtlich) problemlos in eine neue Familie einfügen. Ich würde jederzeit wieder einen Nothund nehmen, aber ich hätte auch gern mal wieder einen Welpen, dem ich von Kindesbeinen an die Richtung zeigen kann. Zur Eingangsfrage: 2 der 4 TH-Hunde sind eine Dauerbaustelle, die meine/unsere Aufmerksamkeit fordern, wenn wir draußen sind. Bei den anderen Beiden war es lediglich anfangs ein großer Aufwand ihnen das Vertrauen zurück zu geben - danach wurden es Selbstläufer. Aber wie oben erwähnt, haben wir nicht nach einfachen Hunden im TH gesucht. Nur Max habe ich mir ausgesucht, bei den anderen hat es sich so ergeben, als ein Platz im Rudel leer war.
Geändert von Black1962 (02.11.2010 um 12:57 Uhr) Grund: Absätze/manueller Zeilenwechsel funktionieren nicht
HuHu Ihr Lieben,
darum gings:
Vielleicht erzählen ja noch mehr Fories über ihre Anschaffung oder Entscheidung zu einem älteren Hund oder einem Hund aus Not. Ich würde mich freuen von euren Erfahrungen profitieren zu können (z.B. mein Mann zum lesen geben- ich hab da ja garkeine Hintergedanken
)
Mich interessiert auch, ob ihr die Entscheidung für einen Nothund oder älteren Hund habt wachsen lassen oder spontan getroffen, weil die Voraussetzungen bei euch stimmten und es wirklich galt einen Hund in Not sofort Unterkunft zu geben. War euer Partner (sofern ihr einen habt) einverstanden? Das WIE und WARUM interssiert mich. Bitte.
Corinna mit Enya[/QUOTE]
Wir haben uns bewusst entschieden. Wir wollten einem erwachsenen Hund eine zweite Chance geben. Aber wofür wir uns entschieden hatten, kam erst nach und nach ans Tageslicht. Die Angaben vom Vorbesitzer stimmten vermutlich nicht, Impfpapiere waren 4 Wochen vor Übergabe neu angelegt worden. Wir wissen quasi nicht einmal, wann er wirklich geboren wurde.
Ich habe vor dem Kennenlernen mehrfach mit Birgit Linnerth (RR in Not) telefoniert. Sie kannte den Hund zwar nicht, hat mir aber Tipps gegeben, wie ich ihn beim Spazierengehen "austesten" könnte und worauf ich achten sollte.
Ja, er war auch derjenige, der die Rasse wollte. Er liebt den Hund trotz all seiner Macken abgöttisch!
Hallo Amy,
dass ihr eure Fellnase trotz aller Schwierigkeiten behalten habt, zeugt davon, dass er eure Herzen unglaublich erobert hatund dass ihr die Kraft habt, weiter mit ihm zu arbeiten an den Baustellen. Hochachtung und Hut ab
Hattet ihr denn keine Möglichkeiten ihn näher bei einigen Besuchen kennenzulernen?
Das erstaunt mich von den Vorbesitzern her.
Berichte doch mal genauer und danke für Deine Geschichte![]()
Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
Lesezeichen