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  1. #1
    Impulskontrolliert Avatar von Angel
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Pro-Hund Beitrag anzeigen

    1. Warum haben die meißten hier im Forum KEINEN Nothund, sondern einen Welpen?
    (den kann man ja noch so schön formen, nicht ;-)
    .... weil es GsD mehr Welpen als Nothunde gibt? Und weil das Kindchenschema greift und wir alles was klein und knuddelig ist süß finden?

    zu Frage 2... ich würde in Erwägung ziehen einen solchen Hund bei mir aufnehmen, WENN ich keine Kinder hätte, ständig zu Hause sein könnte, genügend Zeit hätte.
    Hierzu müßten verschiedene Mechanismen ineinander greifen.

    -Zunächst wollte ich bei der "Therapierung" aktiv dabei sein, einen großen Teil übernehmen und positiv aufbauen.
    -Sicherung durch Maulkorb, evtl auch lebenslang, bei bekannten brenzligen Situationen um weitere Kollataralschäden sicher vermeiden zu können! Dies ist oberste Pflicht!
    -Intensivstes Training (und wer gibt sich dafür schon her?)
    Kompetente fachliche Hilfe, womöglich über Jahre, seitens eines Trainers.

    Wohlwissend, dass ein solche Familienmitglied stigmatisierend und auch isolierend wirken kann.

    Wer weiß schon bei einem Nothund ob der wirklich nie gebissen hat? Lest euch doch mal die Beschreibungen der Hunde durch.... ich habe noch nirgendwo gelesen "hat die Zähne benutzt" (um es freundlich zu formulieren...).

    LG Betty

  2. #2
    Pro-Hund
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Angel Beitrag anzeigen
    Off-Topic:



    .... weil es GsD mehr Welpen als Nothunde gibt? Und weil das Kindchenschema greift und wir alles was klein und knuddelig ist süß finden?

    zu Frage 2... ich würde in Erwägung ziehen einen solchen Hund bei mir aufnehmen, WENN ich keine Kinder hätte, ständig zu Hause sein könnte, genügend Zeit hätte.
    Hierzu müßten verschiedene Mechanismen ineinander greifen.

    -Zunächst wollte ich bei der "Therapierung" aktiv dabei sein, einen großen Teil übernehmen und positiv aufbauen.
    -Sicherung durch Maulkorb, evtl auch lebenslang, bei bekannten brenzligen Situationen um weitere Kollataralschäden sicher vermeiden zu können! Dies ist oberste Pflicht!
    -Intensivstes Training (und wer gibt sich dafür schon her?)
    Kompetente fachliche Hilfe, womöglich über Jahre, seitens eines Trainers.

    Wohlwissend, dass ein solche Familienmitglied stigmatisierend und auch isolierend wirken kann.

    Wer weiß schon bei einem Nothund ob der wirklich nie gebissen hat? Lest euch doch mal die Beschreibungen der Hunde durch.... ich habe noch nirgendwo gelesen "hat die Zähne benutzt" (um es freundlich zu formulieren...).

    LG Betty
    Siehst Du Betty, genau das ist es:

    Wenn, wenn, wenn, wenn...dann würde...



    Und da das nicht besonders realistisch ist bei der Masse an Nothunden da draussen, bleibt alles wie es ist.

    Und was die Welpen angeht - ich unterstelle mal trotzdem andere Beweggründe.

    Über etwas reden und etwas dagegen tun - sind nun mal zwei verschiedene Dinge.

  3. #3
    Impulskontrolliert Avatar von Angel
    Registriert seit
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    2.536

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Pro-Hund Beitrag anzeigen
    Siehst Du Betty, genau das ist es:

    Wenn, wenn, wenn, wenn...dann würde...



    Und da das nicht besonders realistisch ist bei der Masse an Nothunden da draussen, bleibt alles wie es ist.

    Und was die Welpen angeht - ich unterstelle mal trotzdem andere Beweggründe.

    Über etwas reden und etwas dagegen tun - sind nun mal zwei verschiedene Dinge.
    Abba isch hab doch nur ein "wenn"... wenn auch ein Groß geschriebenes...
    Ich hatte mich auch für einen Nothund vormerken lassen, bevor wir Angel zu uns genommen haben.
    Ich persönlich wäre auch für einen "Problemhund" bereit gewesen, aber mein Mann nicht. Er wollte eben, so wie du sagst, einen Hund den man von der Pieke an formen und erziehen kann.
    Da hast du nicht ganz unrecht....

    Und ich glaube auch, dass man nicht wirklich mitreden kann wenn man keinen "Problemhund" hat. (auch wenn ich selber meinen eigenen Hund durchaus nicht als Problemlos bezeichnen kann, und das obwohl wir sie seit der 8. Lebenswoche bei uns haben... reinfühlen kann ich mich in die Not der Besitzer) Das schlimmste Problem, in meinen Augen, was einem wiederfahren kann, ist nun mal vom eigenen Hund gebissen zu werden, ohne offensichtlichen Grund!

    -Wenn ein Hund mit anderen Hunden nicht klar kommt.... bitte schön, könnte ich mit Leben...
    -Jagen... Schlepp dran könnte ich mit Leben...
    -Hund mag keine Katzen? kein Problem, könnte ich mit Leben...
    -Hund bellt ständig, nervig aber keine Katastrophe könnte ich mit Leben.
    -Brieftträger wird mit Mordsrabatz verbellt? Kein Ding... s.o.... könnte ich mit Leben.
    -Hund macht viel kaputt... teuer, trainierbar und.... ihr ahnt es schon... könnte ich mit.... genau...

    Aber das Beissen... des Sozialpartners Mensch... einmal könnte ich damit leben...analysieren, daran arbeiten, beobachten alle Vorsichtsmaßnahmen treffen... beim 2. Mal... würde ich über Angabe nachdenken... beim 3. Mal... ich glaub da wär ich dann durch.

    Wohlgemerkt:
    der von MIR sozialisierte Hund, von mir erzogen, so gut ich konnte, Jahrelang ohne Probleme im Umgang. Dann käme ich ins Zweifeln. Und es müßte eine Entscheidung gefällt werden....

    Ich hoffe ich muß das nie tun!

    LG
    Betty

  4. #4
    Pro-Hund
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Angel Beitrag anzeigen
    Abba isch hab doch nur ein "wenn"... wenn auch ein Groß geschriebenes...
    Ich hatte mich auch für einen Nothund vormerken lassen, bevor wir Angel zu uns genommen haben.
    Ich persönlich wäre auch für einen "Problemhund" bereit gewesen, aber mein Mann nicht. Er wollte eben, so wie du sagst, einen Hund den man von der Pieke an formen und erziehen kann.
    Da hast du nicht ganz unrecht....

    Und ich glaube auch, dass man nicht wirklich mitreden kann wenn man keinen "Problemhund" hat. (auch wenn ich selber meinen eigenen Hund durchaus nicht als Problemlos bezeichnen kann, und das obwohl wir sie seit der 8. Lebenswoche bei uns haben... reinfühlen kann ich mich in die Not der Besitzer) Das schlimmste Problem, in meinen Augen, was einem wiederfahren kann, ist nun mal vom eigenen Hund gebissen zu werden, ohne offensichtlichen Grund!

    -Wenn ein Hund mit anderen Hunden nicht klar kommt.... bitte schön, könnte ich mit Leben...
    -Jagen... Schlepp dran könnte ich mit Leben...
    -Hund mag keine Katzen? kein Problem, könnte ich mit Leben...
    -Hund bellt ständig, nervig aber keine Katastrophe könnte ich mit Leben.
    -Brieftträger wird mit Mordsrabatz verbellt? Kein Ding... s.o.... könnte ich mit Leben.
    -Hund macht viel kaputt... teuer, trainierbar und.... ihr ahnt es schon... könnte ich mit.... genau...

    Aber das Beissen... des Sozialpartners Mensch... einmal könnte ich damit leben...analysieren, daran arbeiten, beobachten alle Vorsichtsmaßnahmen treffen... beim 2. Mal... würde ich über Angabe nachdenken... beim 3. Mal... ich glaub da wär ich dann durch.

    Wohlgemerkt:
    der von MIR sozialisierte Hund, von mir erzogen, so gut ich konnte, Jahrelang ohne Probleme im Umgang. Dann käme ich ins Zweifeln. Und es müßte eine Entscheidung gefällt werden....

    Ich hoffe ich muß das nie tun!

    LG
    Betty
    C&B


  5. #5
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Pro-Hund Beitrag anzeigen
    .................
    1. Warum haben die meißten hier im Forum KEINEN Nothund, sondern einen Welpen?
    (den kann man ja noch so schön formen, nicht ;-)

    2. Wer würde denn das Risiko eingehen, einen therapierten Hund bei sich aufzunehmen, wohl wissend das es keine 100% Therapiechance gibt?
    1. hat Betty schon sehr schön gesagt.......
    Hinzu kommt, dass es zur Zeit als wir die Aufnahme eines weiteren Hundes beschlossen haben, keinen passen Nothund für uns gab da (leider) sehr viele Kriterien erfüllt sein müssen (Katzen, täglich Auto fahren, intakter pöbelnder Rüde (=Nothund) im Haus, Großfamilie, mit zur Arbeit kommen und dort täglich viele fremde Menschen und andere Hunde treffen) und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin, die Katzen abzuschaffen, meinen Job aufzugeben und die Hunde im Haus getrennt zu halten nur um einen Nothund aufzunehmen ! Ich weiß selbstverständlich, dass bei den Nothunden auch ganz viele super tolle Hunde ohne größere Probleme zu finden sind.......


    2. sobald wir die Möglichkeit haben (ggf. wenn nur noch ein Hund im Haus lebt, wir mehr Zeit haben für eine intensivere Ausbildung des Hundes, sich unsere Lebensumstände ändern und es ein Hund ist, der ansonsten zu uns passen würde) sind wir selbstverständlich bereit diesen bei uns aufzunehmen und ihm alles zu geben was wir bieten können ! Eine Garantie haben wir eh nie, auch nicht wenn wir einen Welpen aufnehmen..... und Ja, ich würde auch einen Kinderhasser- Hund aufnehmen, da wir keine haben und ich drauf achten kann, Kinderkontakt zu vermeiden oder ggf. Hund zu sichern ! Einen Katzen-Hasser natürlich nicht, da mir das Leben meiner Fusselspender lieb und teuer ist !
    Was ich sagen will, es gibt immer Hunde die mit einer Lebensituation nicht zrecht kommen, aber bei anderen leuten durchaus da dort die bedingungen anders sind !

    LG

    Sybille
    Geändert von Ridgeback Emma (30.03.2009 um 11:38 Uhr)

  6. #6
    Pro-Hund
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Ridgeback Emma Beitrag anzeigen
    1. hat Betty schon sehr schön gesagt.......
    Hinzu kommt, dass es zur Zeit als wir die Aufnahme eines weiteren Hundes beschlossen haben, keinen passen Nothund für uns gab da (leider) sehr viele Kriterien erfüllt sein müssen (Katzen, täglich Auto fahren, intakter pöbelnder Rüde (=Nothund) im Haus, Großfamilie, mit zur Arbeit kommen und dort täglich viele fremde Menschen und andere Hunde treffen) und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin, die Katzen abzuschaffen, meinen Job aufzugeben und die Hunde im Haus getrennt zu halten nur um einen Nothund aufzunehmen ! Ich weiß selbstverständlich, dass bei den Nothunden auch ganz viele super tolle Hunde ohne größere Probleme zu finden sind.......


    2. sobald wir die Möglichkeit haben (ggf. wenn nur noch ein Hund im Haus lebt, wir mehr Zeit haben für eine intensivere Ausbildung des Hundes, sich unsere Lebensumstände ändern und es ein Hund ist, der ansonsten zu uns passen würde) sind wir selbstverständlich bereit diesen bei uns aufzunehmen und ihm alles zu geben was wir bieten können ! Eine Garantie haben wir eh nie, auch nicht wenn wir einen Welpen aufnehmen..... und Ja, ich würde auch einen Kinderhasser- Hund aufnehmen, da wir keine haben und ich drauf achten kann, Kinderkontakt zu vermeiden oder ggf. Hund zu sichern ! Einen Katzen-Hasser natürlich nicht, da mir das Leben meiner Fusselspender lieb und teuer ist !
    Was ich sagen will, es gibt immer Hunde die mit einer Lebensituation nicht zrecht kommen, aber bei anderen leuten durchaus da dort die bedingungen anders sind !

    LG

    Sybille

    Du hast leider nicht verstanden worum es geht:

    Deine Antwort zu erstens ist die typische Antwort zum Thema Nothund.

    Deine Antwort zu 2. ist völlig am Thema vorbei. hier dreht es sich nämlich um einen Hund der nach Beißvorfall/Beißvorfällen als "therapiert" entlassen wurde und nun ein Zuhause sucht.

  7. #7
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Pro-Hund Beitrag anzeigen
    Du hast leider nicht verstanden worum es geht:

    Deine Antwort zu erstens ist die typische Antwort zum Thema Nothund. Bin kurz davor mich aufzuregen, ich lass es lieber ! Impulskontrolle !

    Deine Antwort zu 2. ist völlig am Thema vorbei. hier dreht es sich nämlich um einen Hund der nach Beißvorfall/Beißvorfällen als "therapiert" entlassen wurde und nun ein Zuhause sucht.
    Oh Sorry, dann zählt der erste Nothund den wir haben, der 2 Kinder gebissen hat nicht ! Schade ! Und der ist nicht mal als Therapiert entlassen worden......

    Ich bin raus !

  8. #8
    Pro-Hund
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Ridgeback Emma Beitrag anzeigen
    1. hat Betty schon sehr schön gesagt.......
    Hinzu kommt, dass es zur Zeit als wir die Aufnahme eines weiteren Hundes beschlossen haben, keinen passen Nothund für uns gab da (leider) sehr viele Kriterien erfüllt sein müssen (Katzen, täglich Auto fahren, intakter pöbelnder Rüde (=Nothund) im Haus, Großfamilie, mit zur Arbeit kommen und dort täglich viele fremde Menschen und andere Hunde treffen) und ich ehrlich gesagt nicht bereit bin, die Katzen abzuschaffen, meinen Job aufzugeben und die Hunde im Haus getrennt zu halten nur um einen Nothund aufzunehmen ! Ich weiß selbstverständlich, dass bei den Nothunden auch ganz viele super tolle Hunde ohne größere Probleme zu finden sind.......


    2. sobald wir die Möglichkeit haben (ggf. wenn nur noch ein Hund im Haus lebt, wir mehr Zeit haben für eine intensivere Ausbildung des Hundes, sich unsere Lebensumstände ändern und es ein Hund ist, der ansonsten zu uns passen würde) sind wir selbstverständlich bereit diesen bei uns aufzunehmen und ihm alles zu geben was wir bieten können ! Eine Garantie haben wir eh nie, auch nicht wenn wir einen Welpen aufnehmen..... und Ja, ich würde auch einen Kinderhasser- Hund aufnehmen, da wir keine haben und ich drauf achten kann, Kinderkontakt zu vermeiden oder ggf. Hund zu sichern ! Einen Katzen-Hasser natürlich nicht, da mir das Leben meiner Fusselspender lieb und teuer ist !
    Was ich sagen will, es gibt immer Hunde die mit einer Lebensituation nicht zrecht kommen, aber bei anderen leuten durchaus da dort die bedingungen anders sind !

    LG

    Sybille
    Nur mal so zur Errinnerung was Du TATSÄCHLICH geschrieben hast...

  9. #9
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Pro-Hund Beitrag anzeigen
    Nur mal so zur Errinnerung was Du TATSÄCHLICH geschrieben hast...

    und? Wo ist da jetzt für dich ein Problem?
    Als wir einen zweiten Hund suchten, gab es eben keinen passen Nothund der in unsere Situation passte? Was ist daran schlimm?
    Und was ist falsch, wenn wir wieder einen Nothund aufnehmen? Dann wenn es passt?
    Geändert von Ridgeback Emma (30.03.2009 um 14:03 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Hi;

    die Diskussion driftet immer weiter ab und verläßt die notwendige Sachlichkeit. Warum? Weil es kein schwierigeres Thema in der Beziehung Hund-Mensch bzw. Tier-Mensch gibt.

    Der in Post Nr. 52 erwähnte Artikel ist äußerst lesenswert (auch wenn er von einem der permanenten Mitarbeiter eines hier immer mal wieder abqualifizerten "Hochglanzmagazins" stammt). Leider ist er ziemlich lang, was wohl die meisten davon abhält ihn ganz zu lesen. Ich für mich fasse den Inhalt so zusammen:

    Je weniger Fehler der Halter eines Hundes bei dessen Aufzucht, dem Verstehen seiner Signale und seiner Erziehung macht, umso größer ist die Chance, dass ein entspannter und für seine Umgebung und die Allgemeinheit ungefährlicher Hund heranwächst.

    Jeder, der den Artikel liest wird ihn natürlich anders interpretieren, aber ich denke, der Tenor geht schon in diese Richtung.

    Was das ursprüngliche Thema des Threads anbelangt, so kann ich jeden verstehen, der dann, wenn sein Hund ihn selbst oder seine Familie angreift, diesen Hund -egal wie die Begleitumstände sein mögen ohne Begutachtung durch einen Experten- einschläfern läßt. Ich denke -wie gesagt- anders. Für mich ist das -bewußt provokant ausgedrückt- so, wie "Verurteilung zur Todesstrafe ohne Gerichtsverhandlung".

    Die Todesstrafe für Menschen gibt es selbst in den totalitärsten Staaten selten ohne vorherige Gerichtsverhandlung und die Möglichkeit, mehrere Instanzen anzurufen.

    Bei einem Hund, den wir zu unserem Vergnügen züchten und halten, der also keine andere Möglichkeit hat, als mit uns und für uns zu leben, den wir aber weder wirklich verstehen können noch wollen ,da wir uns zumeist nicht die Mühe machen, seine Signale zu deuten, er hat schlicht zu funktionieren, nehmen wir uns das Recht heraus, sein Leben "mit einer Handbewegung" zu beenden. So ähnlich haben vor 70 Jahren auch andere über Menschen gedacht. Ist es deswegen richtig? Meines Erachtens nicht!

    Früher galt (auch) für den Menschen: Verhält er sich nicht normgerecht, also funktioniert er nicht in der Gesellschaft, wird er bestraft. Punkt. Erst in nicht allzu kurzer Vergangenheit, den 70er Jahren des vorigen Jahrtausends, wurde das "Bestrafungsstrafrecht" zu einem "Resozialisierungsstrafrecht" geändert. (Auch) menschliche Straftäter haben also setidem die Möglichkeit, sich zu ändern und zum Positiven zu entwickeln, um dann wieder in die Gesellschaft eingegliedert zu werden. Egal welche schrecklichen Straftaten sie begangen haben mögen. Ist ihre durch Experten überprüfte Prognose positiv, werden auch Mörder nach 15 Jahren Knast entlassen.

    Unsere Hunde, die -wie gesagt- nur deswegen auf der Welt sind, damit wir an Ihnen Freude und Vergnügen haben, denn welcher Hund muss in Deutschland "arbeiten"?, werden oft falsch oder gar nicht erzogen, ihre Signale nicht wahrgenommen oder falsch verstanden, und bei "Unbrauchbarkeit" oft "entsorgt". Sie müssen auch die Möglichkeit haben, sich "zu bewähren" und durch Inanspruchnahme professioneller Hilfe dann, wenn sie ein Fehlverhalten gezeigt haben -auch den Halter oder seine Umgebung gebissen- durch professionelle Hilfe eine Entwicklung zu nehmen, die wieder in die richtige Richtung geht.

    Die hier geposteten Einzelfälle der Aufnahme schwieriger Hunde und deren Entwicklung zeigt, dass es funktioniert. Und eines wissen wir doch mittlerweile: ein Hund ist wesentlich leichter umzuerziehen als ein Mensch.

    Mein Fazit -nach langem Nachdenken und Gesprächen mit anderen Hundehaltern und einer Spezialistin- ist: Egal, welche Begleitumstände vorhanden sind, wenn mein Hund mich oder jemanden in meiner Umgebung beißt, hat er mindestens eine zweite Chance verdient. Ohne mindestens eine Begutachtung eines Sachverständigen und mindestens eine Untersuchung und Diagnose eines TA und den Versuch den Hund wieder in "das Rudel" -die Familie- einzugliedern, wenn die Gutachten und Diagnosen positiv ausfallen, würde ich nicht im entfernten in Betracht ziehen, meinen Hund einschläfern zu lassen.

    Liebe Grüße, Frank

  11. #11
    GerdL
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Sybille, nun sei doch nicht gleich wieder eingeschnappt.

    Zitat Zitat von McQuag Beitrag anzeigen
    Hi;

    die Diskussion driftet immer weiter ab und verläßt die notwendige Sachlichkeit. Warum? Weil es kein schwierigeres Thema in der Beziehung Hund-Mensch bzw. Tier-Mensch gibt.

    .......
    Also nun gerade in diesem Thread finde ich das überhaupt nicht. Da habe ich schon ganz andere Sachen hier gelesen in der kurzen Zeit seit ich hier lese und schreibe.

    Allerdings sollten wir uns erstmal vom Nothund an sich verabschieden. Um den "normalen" Nothund geht es eigentlich nicht.

    Und ich habe selbst schon einen eigenen Nothund gehabt (kein RR) und einen im Übergang (auch kein RR). Das ist auch nicht meine Ausgangsfrage gewesen. Es sollen selbstverständlich nicht alle Hunde die in Not geraten sind gleich eingeschläfert werden. Dafür ist hier von den Anwesenden wohl keiner.
    Es geht auch nicht um Hunde, die beim Toben mal jemanden verletzt haben. Auch kleinere Bisswunden meinte ich nicht. Denn dann wäre Aaron wahrscheinlich nicht mal 1 Jahr alt geworden.
    Mein Cousin ist auch mal als kleines Kind von "seinem" Hund (DSH) gebissen worden. War aber meines Cousin´s Schuld. Ist für mich nun auch keine "Indikation".

    Es geht um nicht nachvollziehbare, völlig unmotivierte (zumindest aus der "normalen" Menschensicht) Attacken mit schlimmen Ausgang. Für mich zumindest.

    Der Vergleich mit Todesurteil ohne Verhandlung scheint mir nicht angebracht. Wenn er trotzdem strapaziert werden soll:

    Menschen haben Regeln im Miteinander, wir nennen sie Gesetze.
    Für das Erlassen ist die Legislative verantwortlich. Diese erlassen sie nach den ethischen Gesichtspunkten. Für die Durchsetzung ist die Executive verantwortlich. Und wenn es zum Bruch der Gesetze kommt und ein Nachweis erbracht werden soll, kommen die Judikative zum Einsatz, die darüber befinden, ob ein Gesetz gebrochen wurde, von wem und ob es auch eine Schuld gibt. Nicht jeder Bruch eines Gesetzes bedingt eine Schuld.

    Ich nehme mir das Recht heraus im Innenverhältnis (sprich innerfamiliär) für meinen Hund Legislative, Executive und Judikative in einem zu sein. Macht glaub ich auch jeder oder zumindest so ziemlich jeder verantwortungsvolle Halter so. Bewußt oder unbewußt.

    Somit muss ich nicht zu Gericht sitzen.

    Und zweite Chance ......... Das ist so eine Sache. Zweite Chance wofür? Diesmal richtig zu zupacken? Daher auch meine Frage nach dem wie oft.

    Gruß
    Gerd

  12. #12
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    Gerd, es geht überhaupt nicht um eingeschnappt.
    Ich muss mir bloß nicht sagen lassen, ich würde mich herausreden.

    Wir haben einen Nothund Zuhause, kein RR, aber ich finde das ist egal. Wir hatten IMMER nur Nothunde, waren lange Zeit Pflegeplatz, hatten Anfang der 2000er "sogar" einen - Hund und nur weil ich mal eine Frage beantworte, und erkläre warum wir zum ersten Nothund keinen RR- Nothund genommen haben... es später aber wieder tun würden wenn der erste Nothund nicht mehr ist und die Lebensumstände besser sind ??
    Nö, nicht mit mir ! Wir haben jahrelang immer wechselnde Hunde (und Katzen) gehabt und wenn ich mich dann irgendwann mal aus egoistischen Gründen dazu entschließe Ruhe einkehren zu lassen und ein Tier zu behalten und darum ein anderes Nottier nicht aufnehmen kann... ach lassen wird das !....................... *kopfschüttel*

  13. #13
    GerdL
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:

    Zitat Zitat von Ridgeback Emma Beitrag anzeigen
    Off-Topic:


    Gerd, es geht überhaupt nicht um eingeschnappt.
    Ich muss mir bloß nicht sagen lassen, ich würde mich herausreden.

    Wir haben einen Nothund Zuhause, kein RR, aber ich finde das ist egal. Wir hatten IMMER nur Nothunde, waren lange Zeit Pflegeplatz, hatten Anfang der 2000er "sogar" einen - Hund und nur weil ich mal eine Frage beantworte, und erkläre warum wir zum ersten Nothund keinen RR- Nothund genommen haben... es später aber wieder tun würden wenn der erste Nothund nicht mehr ist und die Lebensumstände besser sind ??
    Nö, nicht mit mir ! Wir haben jahrelang immer wechselnde Hunde (und Katzen) gehabt und wenn ich mich dann irgendwann mal aus egoistischen Gründen dazu entschließe Ruhe einkehren zu lassen und ein Tier zu behalten und darum ein anderes Nottier nicht aufnehmen kann... ach lassen wird das !....................... *kopfschüttel*
    Dann, meine Liebe, hast du dich falsch ausgedrückt, bzw. so ausgedrückt, dass Pro-Hund einen falschen Schluss gezogen hat.

    Und dann hilft nur, es zu erklären und nicht die Tür zu zuknallen.


  14. #14
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    Off-Topic:



    Dann, meine Liebe, hast du dich falsch ausgedrückt, bzw. so ausgedrückt, dass Pro-Hund einen falschen Schluss gezogen hat.

    Und dann hilft nur, es zu erklären und nicht die Tür zu zuknallen.

    freilich ! Man könnte unter Umständen auch drauf verzichten jemanden gleich abzuurteilen wenn man kein/ zu wenig Hintergrundwissen hat !!!!!!!!!!
    Geändert von Ridgeback Emma (30.03.2009 um 14:06 Uhr) Grund: ins OT gesetzt da nicht zum eigentlichen Thema

  15. #15
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von McQuag Beitrag anzeigen
    Bei einem Hund, den wir zu unserem Vergnügen züchten und halten, der also keine andere Möglichkeit hat, als mit uns und für uns zu leben, den wir aber weder wirklich verstehen können noch wollen ,da wir uns zumeist nicht die Mühe machen, seine Signale zu deuten, er hat schlicht zu funktionieren, nehmen wir uns das Recht heraus, sein Leben "mit einer Handbewegung" zu beenden.
    wer ist wir?

    Zitat Zitat von McQuag Beitrag anzeigen
    So ähnlich haben vor 70 Jahren auch andere über Menschen gedacht. Ist es deswegen richtig? Meines Erachtens nicht!
    hinkt dieser vergleich nicht ein wenig?

    der hund wird im falle seiner einschläferung übrigens nicht bestraft sondern 'die menschheit' wird vor ihm geschützt.

    eine strafe kann ich höchstens für den hundehalter sehen. eine strafe für die versäumnisse bei der erziehung des hundes, denn es gibt nur ganz wenige von haus aus aggressive hunde aus guter zucht.

    heins (der hofft, dass er bei der erziehung seines schnurzelchens keine gravierenden fehler gemacht hat)
    Geändert von Heins (30.03.2009 um 23:05 Uhr)

  16. #16
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    Um noch mal auf diesen ...
    Zitat Zitat von McQuag Beitrag anzeigen
    "Verurteilung zur Todesstrafe ohne Gerichtsverhandlung".

    Die Todesstrafe für Menschen gibt es selbst in den totalitärsten Staaten selten ohne vorherige Gerichtsverhandlung und die Möglichkeit, mehrere Instanzen anzurufen.

    (...) nehmen wir uns das Recht heraus, sein Leben "mit einer Handbewegung" zu beenden. So ähnlich haben vor 70 Jahren auch andere über Menschen gedacht. Ist es deswegen richtig? Meines Erachtens nicht!
    ... und diesen Punkt zurückzukommen:
    Ich muß mich wohl erneut wiederholen, damit ich verstanden werde: Ich bin der Ansicht, dass kein Mensch, und auch kein Hund nach einem Vorfall, bei dem er "gegen die Regeln" verstößt, egal, wie schwerwiegend der Vorfall ist, ohne die Inanspruchnahme professioneller Hilfe "die Höchststrafe", im Fall eines Hundes die "Todesstrafe" bekommt. Hierzu müssten meines Erachtens vorher entsprechende Gutachten und Diagnosen eingeholt werden.
    Ganz ehrlich Frank, ich finde insbesondere den Mensch/Tier/Historien-Vergleich hier a) völllig überzogen, b) - mit Verlaub - von erstaunlicher Doppelmoral durchtränkt.

    Die allermeisten von uns würden nicht im Traum darauf kommen, derartige Vergleiche zu ziehen oder derartige Maßstäbe anzulegen, wenn es darum geht, ein Schnitzel, ein Steak, einen Hähnchenschlegel auf dem Teller und Lederschuhe an den Füßen zu haben.

    DIESE Tiere, derer wir uns bedienen, um uns zu ernähren, zu bekleiden oder einfach um uns und unsere Wohnung zu schmücken (so ein Kuhfell als Bettvorleger hat ja auch was!), haben uns zunächst mal nullkommagarnichts getan und werden DENNOCH jeden Tag tausendfach (zehntausendfach?) zur Todesstrafe verurteilt und exekutiert (übrigens sterben die meist weniger "schön", als der Hund beim Tierarzt).

    Aber für den HUND machen wir ein Riesenmoralfass auf, bemühen teils äußerst zweifelhafte geschichtliche Vergleiche (übrigens: Die PETA hat für ähnliche Metaphern gerade höchstrichterlich auf die Nuss bekommen) und erwägen ernsthaft, unsere Familien und uns selbst einer erheblichen Gefahr auszusetzen?
    Gut essen wollen wir, warm eingepackt sein wollen wir auch. Aber dem Hundi auf den Pelz rücken, der bereits einen Menschen massiv verletzt hat, nur weil nicht zuverlässig genug weitere Gefahren für Gesundheit und Leben unserer MENSCHLICHEN Umwelt ausschließen können? Nein, das geht nun gar nicht!

    Ist das nicht irgendwie seltsam?

    LG
    Tina

    (Nebenbei: Der Hindu schüttelt sich ob dieser unserer rinderfeindlichen Moral, der Buddhist ist nur noch bekümmert, der Koreaner lacht sich einen Ast und der Südamerikaner mampft weiter sein Meerschweinchen im Backteig. Aber gut, schließlich sind wir Mittelseuropäer ja das Maß aller Dinge, nicht? )
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  17. #17
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Off-Topic:


    Um noch mal auf diesen ...

    ... und diesen Punkt zurückzukommen:
    Ganz ehrlich Frank, ich finde insbesondere den Mensch/Tier/Historien-Vergleich hier a) völllig überzogen, b) - mit Verlaub - von erstaunlicher Doppelmoral durchtränkt.

    Die allermeisten von uns würden nicht im Traum darauf kommen, derartige Vergleiche zu ziehen oder derartige Maßstäbe anzulegen, wenn es darum geht, ein Schnitzel, ein Steak, einen Hähnchenschlegel auf dem Teller und Lederschuhe an den Füßen zu haben.

    DIESE Tiere, derer wir uns bedienen, um uns zu ernähren, zu bekleiden oder einfach um uns und unsere Wohnung zu schmücken (so ein Kuhfell als Bettvorleger hat ja auch was!), haben uns zunächst mal nullkommagarnichts getan und werden DENNOCH jeden Tag tausendfach (zehntausendfach?) zur Todesstrafe verurteilt und exekutiert (übrigens sterben die meist weniger "schön", als der Hund beim Tierarzt).

    Aber für den HUND machen wir ein Riesenmoralfass auf, bemühen teils äußerst zweifelhafte geschichtliche Vergleiche (übrigens: Die PETA hat für ähnliche Metaphern gerade höchstrichterlich auf die Nuss bekommen) und erwägen ernsthaft, unsere Familien und uns selbst einer erheblichen Gefahr auszusetzen?
    Gut essen wollen wir, warm eingepackt sein wollen wir auch. Aber dem Hundi auf den Pelz rücken, der bereits einen Menschen massiv verletzt hat, nur weil nicht zuverlässig genug weitere Gefahren für Gesundheit und Leben unserer MENSCHLICHEN Umwelt ausschließen können? Nein, das geht nun gar nicht!

    Ist das nicht irgendwie seltsam?

    LG
    Tina

    (Nebenbei: Der Hindu schüttelt sich ob dieser unserer rinderfeindlichen Moral, der Buddhist ist nur noch bekümmert, der Koreaner lacht sich einen Ast und der Südamerikaner mampft weiter sein Meerschweinchen im Backteig. Aber gut, schließlich sind wir Mittelseuropäer ja das Maß aller Dinge, nicht? )
    Grundsätzlich richtig !

    Meine Hoffnung:

    Wer sich wenigstens über seine Haustiere große Gedanken macht, schafft es vielelicht auch irgendwann sich Gedanken zu machen über Tiere die nicht das Haus mit ihm teilen !


  18. #18
    Wendell Borton
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zuerst mal: einen gesunden Hund einzuschläfern, weil er nicht ins Tierheim soll ist tierschutzrechtlich (un din meinen Augen auch moralisch) nicht erlaubt!

    Wie viele von euch waren schon in der Situation, dass euer Hund euch selbst oder andere Hunde oder andere Menschen schwer gebissen hat?
    Vielleicht noch ein Hund, den ihr als Welpen hochgepäppelt habt. Es kommt ein Vorfall. Wie viele Gründe werdet ihr finden, ihn doch nicht einzuschläfern, sondern ihn zu trainieren, ihn vielleicht woanders hinzugeben, wo die Gefährdung geringer ist usw.?

    Das gleiche für Nothunde: ihr bekommt einen Hund, bei dem ihr ziemlich schnell merkt, dass er ein Gefährdungspotential hat. Aber ihr seht auch die Fortschritte, ihr bringt ihm Liebe entgegen (anders kann ich es nicht ausdrücken) er bringt euch so viel Liebe entgegen, wie ihr euch nicht vorstellen könnt, hat aber immer noch Ausraster, in denen er außer mit einem Maulkorb und großer Kraftanstrengung (momentan) nicht kontrollierbar ist.
    Einschläfern?
    Meine Güte, wie viele wunderbare Nothunde, die ihr sogar kennt, wären schon so sinnlos über die Regenbogenbrücke gegangen, weil sie zufällig am Anfang in die falschen Hände gekommen sind.

    Uli, Uli und andere sind ein Beispiel dafür. Es ist hart, es fließen Tränen und ja, wenn man nicht aufpasst, wird man verletzt. Ich kämpfe gerne.

    Ich muss noch was hinzufügen. Habe lange überlegt, wie ich es formuliere: ich kenne ein kleines Ridgebackmädchen. Ein Nothund. Sie ist eine der wunderbarsten und sozialsten Hunde (nicht nur RRs), die ich kenne. Sie hatte das Pech am Anfang ihres Lebens in ungeeignete Hände zu kommen. Gott sei dank gab es zwei liebenswerte Menschen, die mit liebevoller Konsequenz (und positiver Verstärkung!) das aus ihr rausgeholt haben, was wirklich in ihr steckt.
    Gut das es Menschen gibt, die sich dem Stellen und nicht sofort einschläfern.
    Geändert von Wendell Borton (30.03.2009 um 11:01 Uhr)

  19. #19
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von atigrada
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    Ach menno, wisst ihr was? Es ist müßig HIER zu diskutieren.

    Das ist nicht böse gemeint aber ich habe die letzten 2 Tage wieder viel "Kopfkino" gehabt und mich gefragt warum-wieso-weshalb man manchmal keinen "gemeinsamen Nenner" finden kann um sich über "Problem X" auszutauschen (ich meine NICHT einer Meinung zu sein oder sofortige Lösungen parat zu haben!).

    Fazit (für mich): Die, die noch nie einen Hund hatten wo (trotz Training und zu verzeichnender Erfolge) ein enormes Restrisiko bleibt, der Hund nicht generaliesiert ... können seltenst mitreden. Noch mal: Das is nicht abwertend gemeint! Das ist so wie meine Sicht auf die Dinge wahrscheinlich beim Thema "Kindererziehung" an ihre Grenzen stoßen würden (weil eben keine eigenen Erfahrungen, geschweige denn vielfältige eigene Erfahrungen).

    Ist doch komisch, oder? Mit Leuten die wirklich mal nen "Knallerhund" hatten oder haben (und ich meine keinen schlichtweg unerzogenen größenwahnsinnigen *******r), kann ich durchaus gut über "sowas" sprechen - egal was wir sonst für unterschiedliche Einstellungen/Trainingsansätze haben.

    Und die immer wieder aufkeimende Trainerfrage, naja ... . Ich wünsch mir immer noch einen der über so viel Erfahrung verfügt diverse Hunde einschätzen zu wollen und zu können (vernünftige durchführung von Maßnahmen/Training X vorausgesetzt). Sorry aber SO einfach findet sich da keiner, zumindest nicht wenn Hund zwar situativ prima auf Training ansprich aber eben nie "nachhaltig" einen Fitzel des Erlernten zeigt. (und ich meine jetzt nicht "Hund hat gelernt sich äußerlich zurückzunehmen/gehemmt zu verhalten weil er somst nen Knüppel auf den Pelz bekommt").

    Ist das OT? Ich glaube schon - sorry.

    LG
    Atigrada
    Geändert von atigrada (30.03.2009 um 11:35 Uhr)

  20. #20
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von atigrada Beitrag anzeigen
    Off-Topic:




    Fazit (für mich): Die, die noch nie einen Hund hatten wo (trotz Training und zu verzeichnender Erfolge) ein enormes Restrisiko bleibt, der Hund nicht generaliesiert ... können seltenst mitreden. Noch mal: Das is nicht abwertend gemeint! Das ist so wie meine Sicht auf die Dinge wahrscheinlich beim Thema "Kindererziehung" an ihre Grenzen stoßen würden (weil eben keine eigenen Erfahrungen, geschweige denn vielfältige eigene Erfahrungen).

    Ist doch komisch, oder? Mit Leuten die wirklich mal nen "Knallerhund" hatten oder haben (und ich meine keinen schlichtweg unerzogenen größenwahnsinnigen *******r), kann ich durchaus gut über "sowas" sprechen - egal was wir sonst für unterschiedliche Einstellungen/Trainingsansätze haben.



    LG
    Atigrada

    Danke, danke, danke. Hab die ganze Zeit überlegt, wie ich genau dies ausdrücken könnte.
    Du hast es getroffen. Gruß von jemandem, der mal einen "Knallerhund" hatte.

    Nadine

  21. #21
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von elainee
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    leute, lieb sein !

    ich denke, dass man selbst eine grosse verantwortung trägt, wenn man einen hund mit beissvorfall in seine 4 wände holt. nicht nur sich selbst sondern ebenfalls seinen nachbarn etc egenüber.

    ich würde mir das im moment sicher noch nicht zutrauen. da ich aber meine hunde (oder sie mich?) zu meinem lieblings-hobby gemacht hab, lerne ich fast täglich dazu.
    also warum nicht, wenn sich nicht irgendwann mal kinder im haushalt befinden ?
    allerdings nur mit kompetenter hilfe an meiner seite auf die ich jederzeit zurückgreifen kann.

    mit kompetenter hilfe würde ich mir - wenn jener kompetente trainer es mir zutraut - so einen hund "zumuten" wollen.

    ich denke, dass oftmals das verhältnis zwischen besitzer dermassen gestört ist, dass eine trennung unumgänglich ist. bei einem neuen besitzer, in neuer umgebung kann es ein komplett anderer hund sein...

    lg

    martina

  22. #22
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Auch wieder der Versuch, aufs Thema zurückzukommen ...
    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    Wann darf/sollte man einen Hund einschläfern?
    Wie oft darf er zubeißen und muss es Tote geben?
    Über "man" und "dürfte/sollte" kann und will ich keine Aussagen machen.


    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    Sollte jeder Hund der einmal zugebissen hat vom Halter weggenommen und einem Tier psychlogen übergeben werden?
    Und wenn ja, wer legt fest welcher TP geeignet ist?
    Und: Wie groß wäre die Freude unter DEN dreieinhalb Trainern, die tatsächlich solche Hunde sicher handhaben KÖNNEN? (Hatten wir aber schon)


    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    Was soll man machen, wenn einem so etwas wie Jörg passiert?
    "Man"? Siehe oben.

    Vorbemerkung: Das Folgende bezieht sich auf "richtiges", aktiv-aggressives Zubeißen mit Verletzungsabsicht und entsprechenden Folgen/Verletzungen und das in mehrfachen, kurz aufeinanderfolgenden Sequenzen! (Etwas GANZ anderes wäre z.B. der schreck- oder schmerzinduzierte kurze Abwehrschnapper beim TA! Der würde mich allerhöchstens veranlassen, mir selbst noch zusätzlich in den Ar*** zu beißen und den Hund ordentlich zu sichern bzw. zu sedieren, bevor ich oder die TÄ ihm Schmerzen zufügen müssen.)


    Würde MEIN Hund innerhalb der Familie (!) ohne für uns erkennbare Vorwarnung SO zubeißen, dann WÜRDE er eingeschläfert werden. Und da hätte ich selbst dann gar nichts mehr dazu zu sagen. (Im Falle, dass mein SOHN das Opfer wäre und ähnliche Schäden wie Jörg davongetragen hätte, würde ich der Tötung jedoch vorbehaltlos zustimmen.)

    Die Frage, ob und wann der Hund "einen guten Grund" oder gar das "Recht" zum Zubeißen (gehabt) haben könnte (ich meine jetzt RICHTIGES Zubeißen!) gilt auch - zumindest für Göga und mich - insofern als nachrangig, als für uns der Schutz des Menschen VORRANG hat.

    Hat der Hund EINMAL "so richtig" zugelangt, so würde zumindest ich persönlich ein zweites Mal nicht riskieren wollen. Schon aus purem Egoismus (ich stehe nicht auf Schmerzen und Narben und brauche mir deswegen auch nicht in die Tasche zu sülzen), aber auch aus Verantwortung gegenüber meiner Familie und Umwelt (die Vorstellung, dass mein Sohn evtl. den Rest seines Lebens ohne Nase rumrennt, weil wir Eltern im Sinne des Tierschutzes gedacht und gehandelt haben, finde ich ebenfalls ÜBERHAUPT nicht prickelnd)

    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    Wer nimmt solche Hunde überhaupt in Pflege und wozu?
    Ich nicht. Sagte ich auch schon. Und auch hier muss ich nicht rumsülzen "ich würde ja, wenn ich könnte" - ich MÖCHTE einfach nicht. Ich will Freude und Spaß an einem Hund haben, ihn gerne ausbilden mit allem Pipapo, aber ich möchte nicht ein halbes oder ganzes Hundeleben lang den Hund wie Fort Knox sichern müssen, bevor ich auch nur eine Zimmertür öffnen kann.



    Zitat Zitat von GerdL Beitrag anzeigen
    In unserer Gesellschaft herrscht eine Ethik, ist diese falsch oder überholt?
    Moral und Ethik sind gesellschaftlich geprägt, ja. Dennoch muss im Falle eines FAlles jeder seine eigene Entscheidung treffen, mit der ER SELBST leben muss. Bei letzterem hilft dann die GEsellschaft später übrigens nicht mehr ...
    Wer sich an so einer Stelle über jemandes (auch meine) "falsche" oder "richtige" Moral auslassen möchte, bitte sehr. Ob's aber weiterhilft?

    LG
    Tina
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  23. #23
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Bei einem Hund, den wir zu unserem Vergnügen züchten und halten, der also keine andere Möglichkeit hat, als mit uns und für uns zu leben, den wir aber weder wirklich verstehen können noch wollen ,da wir uns zumeist nicht die Mühe machen, seine Signale zu deuten, er hat schlicht zu funktionieren, nehmen wir uns das Recht heraus, sein Leben "mit einer Handbewegung" zu beenden. So ähnlich haben vor 70 Jahren auch andere über Menschen gedacht. Ist es deswegen richtig? Meines Erachtens nicht!
    DAS ist ja auch nicht richtig... (ob es doch in Einzelfällen nötig sein könnte, ist ein anderes Thema) aber so lebe ich mit meinen Hunden nicht...
    Geändert von zultasil (30.03.2009 um 22:11 Uhr)

  24. #24
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Hi,

    Probleme mit "Nothunden" sind nicht das Thema dieses Threads und auch nicht der Anstoß für ihn, sondern Bisse eines Hundes, der als Welpe in eine Familie kam und den Halter mit 4 Jahren beim ins Auto heben dreimal biss.

    Es sollte jedem klar sein, dass ein Vergleich zwischen einem in einer Familie aufgewachsenen und halbwegs richtig gehaltenen und erzogenen Hund in keiner Weise mit einem "Nothund" vergleichbar ist.

    Wer sich einen "Nothund" holt und dessen (wahre) Geschichte nicht kennt, geht sicher ein fast unkalkulierbares Risiko ein. Hierfür muss jeder, der sich darauf einläßt bewundert werden. Die Tatsache, dass es diese Menschen zumeist schaffen, aus solchen Hunden wieder normale in unserer Gesellschaft führbare Hunde zu machen, ist ebenso zu bewundern. Keiner, der so etwas noch nicht gemacht hat, kann wohl erahnen, wie viel Kraft und Ausdauer und Liebe dazu nötig ist, solche Hunde "umzuerziehen".

    Bisher habe ich hier noch nicht gelesen, dass jemand, der einen schwierigen Nothund aufnahm, diesen dann einschläfern ließ, weil er unverbesserlich gewesen ist. Sollte das einmal der Fall gewesen sein, bitte ich um entsprechende Posts.

    Ist das aber nicht der Fall gewesen, zeigt sich doch, dass jeder -noch so schwierige- Hund eine zweite Chance verdient hat -und zwar nicht, um nochmals und tiefer zuzubeissen (eine Kommentierung dieses für mich nur dummen und ironischen Spruchs versage ich mir).

    Und nochmals: Leute die mehr Ahnung davon haben als ich und wahrscheinlich auch die meisten Klug*******r hier, so z. B. die Trainerin, in deren Hundeschule ich mit Ayubu gehe, die auch Sachverständige für genau solche Fälle ist, sagen, dass es keine Beißunfälle aus heiterem Himmel gibt. Da ich ihr das abnehme, bin ich weiterhin der Meinung, dass ein Hund, der gebissen hat, nicht ohne mindestens ein Gutachten eines SV und der Diagnose mindestens eines TA eingeschläfert wird.

    Wenn Gerd meint, alle drei Gewalten "spielen" zu wollen und zu dürfen, ist das seine Sache. Mit irgendeiner Form von Kompetenz im Umgang mit seinen Hunden hat das für mich jedoch nichts zu tun! Man kann nur hoffen, dass Leute wie er nicht in die Situation kommen, dass einer ihrer Hunde so aus der Reihe tanzt. Ich finde solche Aussagen zum ******, denn wegen solchen und ähnlichen Ansichten sind in anderen Ländern die Tötungsstationen voll. Die menschliche Parallelle zu ziehen versage ich mir in diesem Fall, sonst kotzt es mich nur noch mehr an.

    Frank

  25. #25
    Mbogo
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von McQuag Beitrag anzeigen
    Hi,

    Probleme mit "Nothunden" sind nicht das Thema dieses Threads und auch nicht der Anstoß für ihn, sondern Bisse eines Hundes, der als Welpe in eine Familie kam und den Halter mit 4 Jahren beim ins Auto heben dreimal biss.

    Es sollte jedem klar sein, dass ein Vergleich zwischen einem in einer Familie aufgewachsenen und halbwegs richtig gehaltenen und erzogenen Hund in keiner Weise mit einem "Nothund" vergleichbar ist.
    Frank, da widerspreche ich dir. Anstoß für das Thema war der Thread von Jörg, das stimmt schon. Anstoß waren aber vor allem die Posts, die ein Einschläfern in einem solchen Fall zum Thema hatten.

    Dieser Thread geht weiter. Wenn nicht einschläfern, steht da aber in einigen Fällen (ich mach's wieder allgemeiner) ein Nothund. Da wird der liebevoll in der Familie aufgezogene Hund zu genau diesem. Das ist der Nothund! Und zwar weder der beim Streunen eingesammelte noch der aus Zeitnot abgegebene noch die Scheidungswaise (schrecklich, dass es die überhaupt gibt). Sondern der echte Problemnothund. Und dann?

    Alternative zum Einschläfern ist Ursachenforschung und durchhalten (wozu vermutlich nicht jeder befähigt ist, manchen ist das Risiko auch gerade z. B. mit Kindern zu groß) oder abgeben. Mit der Abgabe ist der Nothund geboren.

    In einem Thread, der das Thema einschläfern beinhaltet, ist es meiner Meinung nach unabdingbar, dass die Alternativen auch diskutiert werden. Und da gehört der (problematische) Nothund dazu.

    Liebe Grüße

    Susanne mit Bukoko (für den ich im Falle eines Bisses die Welt auf den Kopf stellen würde, um die Ursache herauszufinden)

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