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  1. #1
    GerdL
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:

    Hi Susanne,

    Der von mir im Beitrag #148 erwähnte Hund hat nicht zugebissen und steht somit in keinster Weise zur Diskussion.

    Ich war in keinster Weise unhöflich (wobei es mir zum wiederholten mal aufstösst, warum ich als unhöflich gelte, während z.B.McQuag mich beleidigen darf, wofür ich auch noch gerügt werde, dass wiederum finde ich einfach zum ******).

    In meiner Eingangsfrage ging es nicht um Gesetze der Menschen.
    Es stände auch Feli an alle Beiträge zu lesen.
    Aber wenn es so sein soll, gerne.
    Ich melde mich dazu in weiteren Themen.
    Sonst allerdings nicht mehr zu ernsthaften Themen.

    Gruß
    Gerd
    Geändert von GerdL (31.03.2009 um 23:41 Uhr)

  2. #2
    fast nur freundliche Hexe Avatar von Feli
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Ich hoffe die PN war klärend aber hierauf möchte ich doch coram publico eingehen:

    Ich habe recht allgemein gepostet und mich nicht auf einen bestimmten Hund bezogen, da deine Fragen allgemein interessieren dürften.

    Wenn hier eine Möglichkeit erwähnt wird, kriminell zu handeln geht es sehr wohl auch um Gesetze der Menschen.(Mir langen im Prinzip die 10 Gebote völlig aus)


    Wo wurdest du dafür gerügt beleidigt WORDEN zu sein?

    Ich habe alle Beiträge gelesen, aber bei manchen verkneife ich lieber die Reaktion, sonst werde ICH nämlich gerügt......

    Und die ganz allgemeine Bitte an ALLE:

    Wenn ich poste, dann steht was ich sagen will in den Zeilen und nicht dazwischen. Ich möchte verstanden werden und nicht interpretiert.
    Punish the deed, not the breed. Look at the hand holding the lead.

  3. #3
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    um es noch mal kurz explizit zu erwähnen, damit kein falscher Eindruck entsteht (@ Feli im speziellen, wobei ich denke, dass sie weiß, wie ich ticke in dieser Beziehung)

    Ich halte das aufsuchen eines TA zum Einschläfern eines gesunden Hundes für absolut daneben !!!!! ICH würde so etwas auch niemals tun (oder gar jemanden empfehlen), ich weiß bloß leider aus erster Hand, dass es möglich ist, solche TÄ zu finden, die dann einschläfern !

    Und selbstverständlich hat Feli absolut Recht, dass es kein Kavaliersdelikt ist, sondern eine Strafttat !!!!

    Wie Susanne leider schon feststellte: Wo kein Kläger, da kein Richter.......


    Off-Topic:


    Edit:
    Als kleines Beispiel: Unser Camillo, ich habe ihn aus Portugal als 5 Wochen alten Welpen (er war Waise) hierher gebracht, mit der Flasche aufgezogen und als er alt genug war, über den Tierschutzverein in dem ich damals tätig war in eine wundervolle Familie mit einem kleinen Mädchen vermittelt ( vermitteln lassen).
    Nach ungefähr 1 Jahr kam der Anruf, dass sie ihn einschläfern lassen wollen, er hat die Tochter zweimal gebissen, einmal in die Hand, einmal in den Oberschenkel, er würde alles kaputt machen und in die Wohnung pissen, sogar dem Mann der Familie hätte er im wahrsten Sinne des Wortes an Bein gepinkelt !
    Sie wollten den Verein damals nur aus vertraglich vereinbarten Pflichten über die Einschläferung am nächsten Tag in Kenntnis setzen ! Noch am selbsen Abend kam er zurück zu uns ! Kinder findet er noch heute ******* (und weicht ihnen aus), andere Rüden auch und auch andere große Hunde.
    Er hat nie wieder gebissen, noch nie etwas kaputt gemacht und auch nie wieder in die Wohnung gemacht ! Ich glaube den Angaben der Familie nicht ein Wort.......... hätten sie damals nicht angerufen, wäre Camillo heute nicht mehr da.....
    es geht leider manchmal schneller als man denkt
    Geändert von Ridgeback Emma (01.04.2009 um 08:51 Uhr)

  4. #4
    fast nur freundliche Hexe Avatar von Feli
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    wir ticken da recht synchron denke ich.


    übrigens es soll ja auch möglich sein, Menschen zu finden, die gegen einen entsprechenden Obulus bereit sind andere Menschen aus dem Leben zu befördern...... es gibt leider nichts, was es nicht gibt.
    Punish the deed, not the breed. Look at the hand holding the lead.

  5. #5
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Feli,
    ganz ehrlich: Mir wäre es lieb, wenn ...

    1)... die Abstufung "Menschenleben vor Tierleben", die nicht nur ich persönlich vornehme, sondern die meines Wissens auch die Legislative und Judikative dieses Landes vornehmen, auch hier ... sagen wir ... in Betracht gezogen würde.

    2) ... Menschen, die mit dem Gedanken/Wunsch, andere Menschen vor Schäden an Gesundheit und Leben zu schützen, einen Hund einschläfern (lassen), nicht implizit oder explizit auf eine Stufe mit Auftragskillern oder deren Auftraggebern gestellt würden. Ich persönlich empfinde so etwas als ... nicht vereinbar mit einem guten Diskussionsstil.

    3) ... das TSchG dann bitteschön auch konkret herangezogen würde. DAS besagt nämlich
    § 17
    Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
    1. ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet (...)
    (Quelle: http://www.rhodesian-ridgeback.org/g...hutzgesetz.pdf Unterstreichung durch mich)

    Inwieweit die Sorge um bzw. Angst vor weiteren Attacken mit Beschädigungsabsicht und entsprechenden Folgen einen "vernünftigen" Grund darstellen, ist m.E. HIER vielleicht nicht zur Gänze geklärt, aber wenn ich eine einfach Google-Abfrage starte, scheinen doch einige solche Fälle vorzukommen. Hund eingeschläfert Biss - Google-Suche
    Ich bezweifle stark, dass alle die Leute, die eine entsprechende Entscheidung getroffen bzw. die Tötung vorgenommen haben, deswegen verurteilt oder auch nur angezeigt wurden.

    Ansonsten reden wir hier - nach meinem Gefühl zu viel - darüber, wie unmoralisch oder gar strafbar derjenige handelt, der sich entschließt, einen Hund nach einer schweren und beschädigenden Beißattacke einschläfern zu lassen.

    Was aber passiert, was die "öffentliche Moral", die Rechtsprechung und letztlich das eigene Gewissen sagt, wenn der Hund am Leben bleibt und ERNEUT einen Menschen schwer verletzt, dem wird - wieder in meinen Augen - zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    Oder ist dieser Fall a priori ausgeschlossen?

    LG
    Tina
    Geändert von dissens (01.04.2009 um 10:32 Uhr)
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  6. #6
    daani1983
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    huhu tina,

    der paragraph § 17, den du zitiert hast, sollte dringend konkretisiert werden finde ich.
    wer bestimmt denn, ob der grund, wegen dem ein TA einen hund einschläfert, vernünftig ist? offenbar ist nicht jeder TA in der lage dazu...
    Geändert von daani1983 (01.04.2009 um 10:35 Uhr)

  7. #7
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von daani1983 Beitrag anzeigen
    huhu tina,

    der paragraph § 17, den du zitiert hast, sollte dringend konkretisiert werden finde ich.
    wer bestimmt denn, ob der grund, wegen dem ein TA einen hund einschläfert, vernünftig ist? offenbar ist nicht jeder TA in der lage dazu...
    Schöner Ansatz Dani, gebe dir im Prinzip Recht, aber wie soll das gehen?

    Also wenn da u. A. drin steht, ein Hund darf eingeschläfert werden, nachdem er durch einen Biss einen Menschen verletzt hat....

    - dann dürfte man alle Polizeihunde einschläfern die im Einsatz mal zu dolle gebissen haben

    - dann dürfte man den Pudel meiner Freundin einschläfern. Die hat mich gebissen (es blutete sogar, klar war Sommer und ich Barfuss ), Grund dafür: ich bin rückwärts gegangen und bin ihr auf den Schwanz getreten- muss die Kleine jetzt eingeschläfert werden?

    - darf/ kann/ muss ich Emma einschläfern? Sie hat mich gebissen, es hat auch geblutet, sie war noch ein Welpe mit bösen spitzen Zähnchen und ich wollte sie vor einem sehr sehr aufbringlichen Hund beschützen als sie in ihrem Korb lag, da hat sie in meine Hand geschnappt weil ICH viel zu spät eingegriffen habe und sie anfing sich selbst zu verteidigen weil sie nicht weg konnte..... Ist Emma nun ein gefährlicher Hund?

    Wie du siehst, gibt es soooooooooo viele unendliche Möglichkeiten, eine konkretisierung ist also nicht so einfach wie man sich das wünscht !

    Sybille

  8. #8
    scharfr
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    ........

    Ansonsten reden wir hier - nach meinem Gefühl zu viel - darüber, wie unmoralisch oder gar strafbar derjenige handelt, der sich entschließt, einen Hund nach einer schweren und beschädigenden Beißattacke einschläfern zu lassen.

    Was aber passiert, was die "öffentliche Moral", die Rechtsprechung und letztlich das eigene Gewissen sagt, wenn der Hund am Leben bleibt und ERNEUT einen Menschen schwer verletzt, dem wird - wieder in meinen Augen - zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    Oder ist dieser Fall a priori ausgeschlossen?

    LG
    Tina
    Hallo Tina,

    aber wir schläfern doch auch keine Menschen ein welche anderen Menschen schaden, erneut schaden könnten oder welche nachweislich andere Menschen getötet haben.

    Mir erschliest sich der gravierende Unterschied in der Methodik der Vorsorglichen Gefahrenabwehr, nur aus dem Ursprung der ausübenden Gattung (Tier oder Mensch) als recht egoistisch. Ein Tier wird für ein solches (eventuell nur bevorstehendes) Vergehen getötet, innerhalb der Menschlichen Spezies haben wir grösste und meiner Ansicht nach auch berechtigte Bedenken, den Tod als Strafe zu verwenden.

    Wer jetzt dazu sagt, es sind halt Tiere und keine Menschen, teilt nicht meine Meinung dazu. Obwohl man dieses Thema nicht endgültig klären kann. Ich denke halt evolutionär haben wir alle die gleichen Rechte.....nix höhere Art etc.

    Gruss

  9. #9
    Ridgeback Emma
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:


    Zitat Zitat von scharfr Beitrag anzeigen
    Hallo Tina,

    aber wir schläfern doch auch keine Menschen ein welche anderen Menschen schaden, erneut schaden könnten oder welche nachweislich andere Menschen getötet haben.

    Mir erschliest sich der gravierende Unterschied in der Methodik der Vorsorglichen Gefahrenabwehr, nur aus dem Ursprung der ausübenden Gattung (Tier oder Mensch) als recht egoistisch. Ein Tier wird für ein solches (eventuell nur bevorstehendes) Vergehen getötet, innerhalb der Menschlichen Spezies haben wir grösste und meiner Ansicht nach auch berechtigte Bedenken, den Tod als Strafe zu verwenden.

    Wer jetzt dazu sagt, es sind halt Tiere und keine Menschen, teilt nicht meine Meinung dazu. Obwohl man dieses Thema nicht endgültig klären kann. Ich denke halt evolutionär haben wir alle die gleichen Rechte.....nix höhere Art etc.

    Gruss
    du wirst mir immer sympatischer !


  10. #10
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von scharfr Beitrag anzeigen
    Wer jetzt dazu sagt, es sind halt Tiere und keine Menschen, teilt nicht meine Meinung dazu. Obwohl man dieses Thema nicht endgültig klären kann. Ich denke halt evolutionär haben wir alle die gleichen Rechte.....nix höhere Art etc.

    Gruss
    Hm, dann müsstest du Gefängnisse für Hunde bauen und ein Strafrecht für Tiere einführen....

    Und gleiche Rechte - das bedeutet ja dann wohl alle Rechte.
    Auch die auf Unversehrtheit (z.B.für Schlachttiere und überspitzt gesagt für Steckmücken und auch die Flöhe des Hundes), freie Meinungsäußerung (wird etwas schwierig) etc...

    Waldmaus

  11. #11
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von scharfr Beitrag anzeigen
    ...

    aber wir schläfern doch auch keine Menschen ein welche anderen Menschen schaden, erneut schaden könnten oder welche nachweislich andere Menschen getötet haben.

    Mir erschliest sich der gravierende Unterschied in der Methodik der Vorsorglichen Gefahrenabwehr, nur aus dem Ursprung der ausübenden Gattung (Tier oder Mensch) als recht egoistisch. Ein Tier wird für ein solches (eventuell nur bevorstehendes) Vergehen getötet, innerhalb der Menschlichen Spezies haben wir grösste und meiner Ansicht nach auch berechtigte Bedenken, den Tod als Strafe zu verwenden.

    Wer jetzt dazu sagt, es sind halt Tiere und keine Menschen, teilt nicht meine Meinung dazu. Obwohl man dieses Thema nicht endgültig klären kann. Ich denke halt evolutionär haben wir alle die gleichen Rechte.....nix höhere Art etc.

    Gruss

    Ich bin zwar nicht Tina, aber ich antworte trotzdem mal:

    Eins vorweg: ich bin kein Befürworter der Todesstrafe und lehne grundsätzlich auch das sinnlose Töten von Tieren ab; aber:

    -es ist richtig, das wir in Deutschland und Europa die Todesstrafe aus moralischen Gesichtspunkten abgeschafft haben. In den USA aber z.B., in denen zwar vieles anders ist, die aber m. M. nach zum gleichen Kulturkreis gehören, ist die Todesstrafe nach wie vor in einigen Bundesstaaten nicht unüblich.
    Und auch in Deutschland wird der Ruf nach der Todesstrafe zumindest in Stammtischdiskussionen bei besonders abscheulichen Verbrechen immer wieder mal laut.
    Und auch hier in diesem Forum wird z. B. in Threads über Tierquälerei häufig mit Sätzen wie "mit dem müsste man das Gleiche machen... gepostet.

    Der Vergleich zwischen der Todesstrafe beim Menschen und der Tötung als gefährlich eingestufter Tiere ist hier m. M. n. unzulässig.

    Die Todesstrafe beim Menschen ist -wie der Name schon sagt- eine Bestrafung für eine begangene, schwerwiegende Straftat. Die Tötung eines gefährlichen Tieres ist eine Maßnahme zur Gefahrenabwehr.

    Ebenso halte ich es für unzulässig, die Tötung von Tieren zur Gefahrenabwehr abzulehnen, die Tötung von Tieren zur Nahrungsmittelgewinnung, zur Herstellung von Kleidung oder vielleicht auch nur, um sich eine schöne Jagdtrophäe an die Wand zu hängen, zuzulassen.


    Warum sollte es moralisch weniger verwerflich sein, z. B. ein Rind zu schlachten, um es aufzuessen, als einen Hund zu töten, der für den Menschen grundlos andere Menschen schwerwiegend verletzt hat?

  12. #12
    Schnurzelpurpserin Avatar von dissens
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von scharfr Beitrag anzeigen
    Hallo Tina,

    aber wir schläfern doch auch keine Menschen ein welche anderen Menschen schaden, erneut schaden könnten oder welche nachweislich andere Menschen getötet haben.

    Mir erschliest sich der gravierende Unterschied in der Methodik der Vorsorglichen Gefahrenabwehr, nur aus dem Ursprung der ausübenden Gattung (Tier oder Mensch) als recht egoistisch.

    Ich würde es "anthropozentrisch" nennen - den Menschen und dessen Unversehrtheit über die des Tieres setzend. Und ja, so denke ich. Und, ja, ich halte dieses Denken für legitim.


    Ein Tier wird für ein solches (eventuell nur bevorstehendes) Vergehen getötet,
    Geht es um "Strafe" oder geht es um Abwehr von Gefahren? Für mich geht es um Letzteres ...

    innerhalb der Menschlichen Spezies haben wir grösste und meiner Ansicht nach auch berechtigte Bedenken, den Tod als Strafe zu verwenden.
    Zu Recht, finde ich.


    Wer jetzt dazu sagt, es sind halt Tiere und keine Menschen, teilt nicht meine Meinung dazu.
    Ja, dann sind wir eben verschiedener Meinung. Schön, dass dies hier ein Diskussionsforum ist und kein Andersdenkende-Steinigungs-Forum.
    Frank,
    ich wäre die Letzte, die sinnloses Dahinmeucheln irgendwelcher "nicht (mehr) in den Kram passender" Hunde guthieße.

    Ich bitte aber - mit erneutem konkreten Bezug auf schwerwiegende Verletzungen durch einen Hund, dessen Attacke gezielt und mit Beschädigungsabsicht erfolgte - auch die möglichen Folgen der "Das kriegen wir doch hin"-Entscheidung mit in die Betrachtung einzubeziehen.
    Was, wenn's beim nächsten Mal das Nachbarskind trifft? Dessen Mutter hätte vermutlich wenig Verständnis für meine tierfreundliche Entscheidung.

    Und wer jetzt sagt "Ja, der Hund wird doch gesichert", der sei darauf hingewiesen, dass wohl keiner von uns morgens mit dem Auto losfährt, um jemanden umzunieten. Natürlich fahren wir defensiv und umsichtig. Dennoch gibt es jährlich Tausende Verkehrstote. Weil wir Menschen sind und Fehler machen.

    LG
    Tina
    Ignorance is not a virtue! (Barack Hussein Obama II)

  13. #13
    fast nur freundliche Hexe Avatar von Feli
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Feli,
    ganz ehrlich: Mir wäre es lieb, wenn ...

    1)... die Abstufung "Menschenleben vor Tierleben", die nicht nur ich persönlich vornehme, sondern die meines Wissens auch die Legislative und Judikative dieses Landes vornehmen, auch hier ... sagen wir ... in Betracht gezogen würde.
    Es ging hier nicht um eine Abstufung der Wertigkeit von Leben, sondern um Möglichkeiten, Menschen zu finden, die -ganz allgemein - bereit sind straffällig zu werden. Also bitte nicht immer falsch verstehen wollen!
    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    2) ... Menschen, die mit dem Gedanken/Wunsch, andere Menschen vor Schäden an Gesundheit und Leben zu schützen, einen Hund einschläfern (lassen), nicht implizit oder explizit auf eine Stufe mit Auftragskillern oder deren Auftraggebern gestellt würden. Ich persönlich empfinde so etwas als ... nicht vereinbar mit einem guten Diskussionsstil.
    siehe oben, was du vorwirfst habe ich nichtmal ansatzweise getan
    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    3) ... das TSchG dann bitteschön auch konkret herangezogen würde. DAS besagt nämlich (Quelle: http://www.rhodesian-ridgeback.org/g...hutzgesetz.pdf Unterstreichung durch mich)

    Inwieweit die Sorge um bzw. Angst vor weiteren Attacken mit Beschädigungsabsicht und entsprechenden Folgen einen "vernünftigen" Grund darstellen, ist m.E. HIER vielleicht nicht zur Gänze geklärt, aber wenn ich eine einfach Google-Abfrage starte, scheinen doch einige solche Fälle vorzukommen. Hund eingeschläfert Biss - Google-Suche
    Ich bezweifle stark, dass alle die Leute, die eine entsprechende Entscheidung getroffen bzw. die Tötung vorgenommen haben, deswegen verurteilt oder auch nur angezeigt wurden.
    Es geht mir nur darum, dass eine Tötung nicht zwingend die einzige Möglichkeit ist, die Umwelt zu schützen. Maulkorb und Leine sind sicher eine der Alternativen. Mitunter ist eine Tötung die unaufwändigste "Lösung" und ja sowas verurteile ich ganz persönlich - musst ja meine Meinung nicht teilen aber bitte wengstens zulassen
    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Ansonsten reden wir hier - nach meinem Gefühl zu viel - darüber, wie unmoralisch oder gar strafbar derjenige handelt, der sich entschließt, einen Hund nach einer schweren und beschädigenden Beißattacke einschläfern zu lassen.
    siehst du und dieses, dein Gefühl akzeptiere ich auch. Ich sagte auch an anderer Stelle, dass jeder für sich selbst entscheiden muss wie er handelt, ich denke das hat was mit der Verantwortung zu tun,die jeder einzelne auf sich zu nehmen bereit ist.
    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Was aber passiert, was die "öffentliche Moral", die Rechtsprechung und letztlich das eigene Gewissen sagt, wenn der Hund am Leben bleibt und ERNEUT einen Menschen schwer verletzt, dem wird - wieder in meinen Augen - zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    Oder ist dieser Fall a priori ausgeschlossen?
    die öffentliche Moral wechselt mir zu oft und ist zu leicht zu beeinflussen, als dass ich sie zur Grundlage der Maximen meines Tuns nehmen möchte. Der Rechtssprechung muss ich mich beugen, auch wenn ich deren Sinnhaftigkeit in vielen Bereichen anzweifle.Das eigne Gewissen ist der Punkt. Natürlich habe ich Sorge zu tragen, dass so etwas nicht passiert und erst recht kein 2. Mal!

    LG Feli
    Punish the deed, not the breed. Look at the hand holding the lead.

  14. #14
    SinaSina
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von Bhubesi Beitrag anzeigen
    Diese Diskussion ist in der Tat sehr philosophisch und natürlich können wir letzten Endes nur menschliche Maßstäbe anlegen, da wir eben nur menschlich denken können.

    Die Frage ist, wie weit ist das überhaupt zulässig?
    Wir Menschen haben zu einigen Tieren eine besondere Beziehung, dazu zählen in unserem Kulturkreis nun mal auch Hunde.

    Für mich ist mein Hund ein besonderes Lebewesen, an dem ich sehr hänge, das ich sehr liebe und für das ich bereit bin, einiges zu tun.

    Ich sehe in meinem Hund in erster Linie einen Sozialpartner und Familienmitglied - ein Chinese wird in meinem Hund vielleicht nur eine leckere Mahlzeit sehen...

    ...das macht ihn aber nicht schlechter oder besser als mich, er kommt eben aus einer Kultur, in der Hunde einen anderen Stellenwert haben.

    Bei der Tötung eines Tieres kommt es eben doch für die meisten von uns sehr wohl darauf an, um was für ein Tier es sich handelt:

    Hätte ich eine Maus oder eine Ratte im Haus, würde ich vermutlich ohne zu zögern eine Falle aufstellen oder Gift auslegen, um das Tier loszuwerden. Und ich bin mir sicher, dass viele hier im Forum ähnlich handeln würden. Wohl kaum einer würde sich die Mühe machen und die Maus oder Ratte lebend fangen wollen, um sie irgendwo auszusetzen.

    Bei der Tötung eines gefährlichen Hundes jedoch werden auf einmal moralische Bedenken ins Feld geführt, die wir anderen Tieren nicht zugestehen.

    Warum stellt in diesem Thread niemand die Frage, ob man diese Tiere therapieren, umsiedeln oder sonst wie ungefährlich machen kann, ohne sie gleich zu töten?
    Zitat Zitat von dissens Beitrag anzeigen
    Feli,
    ganz ehrlich: Mir wäre es lieb, wenn ...

    1)... die Abstufung "Menschenleben vor Tierleben", die nicht nur ich persönlich vornehme, sondern die meines Wissens auch die Legislative und Judikative dieses Landes vornehmen, auch hier ... sagen wir ... in Betracht gezogen würde.

    2) ... Menschen, die mit dem Gedanken/Wunsch, andere Menschen vor Schäden an Gesundheit und Leben zu schützen, einen Hund einschläfern (lassen), nicht implizit oder explizit auf eine Stufe mit Auftragskillern oder deren Auftraggebern gestellt würden. Ich persönlich empfinde so etwas als ... nicht vereinbar mit einem guten Diskussionsstil.

    3) ... das TSchG dann bitteschön auch konkret herangezogen würde. DAS besagt nämlich (Quelle: http://www.rhodesian-ridgeback.org/g...hutzgesetz.pdf Unterstreichung durch mich)

    Inwieweit die Sorge um bzw. Angst vor weiteren Attacken mit Beschädigungsabsicht und entsprechenden Folgen einen "vernünftigen" Grund darstellen, ist m.E. HIER vielleicht nicht zur Gänze geklärt, aber wenn ich eine einfach Google-Abfrage starte, scheinen doch einige solche Fälle vorzukommen. Hund eingeschläfert Biss - Google-Suche
    Ich bezweifle stark, dass alle die Leute, die eine entsprechende Entscheidung getroffen bzw. die Tötung vorgenommen haben, deswegen verurteilt oder auch nur angezeigt wurden.

    Ansonsten reden wir hier - nach meinem Gefühl zu viel - darüber, wie unmoralisch oder gar strafbar derjenige handelt, der sich entschließt, einen Hund nach einer schweren und beschädigenden Beißattacke einschläfern zu lassen.

    Was aber passiert, was die "öffentliche Moral", die Rechtsprechung und letztlich das eigene Gewissen sagt, wenn der Hund am Leben bleibt und ERNEUT einen Menschen schwer verletzt, dem wird - wieder in meinen Augen - zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

    Oder ist dieser Fall a priori ausgeschlossen? LG Tina
    Ja, genau so sehe ich es auch.

    EDIT:

    In einem Beitrag stand die Frage:
    „Ich trete meinem Hund versehentlich auf den Schwanz, er beißt mich, ich blute – muss er dann auch getötet werden?“

    Mir ist es schon passiert, dass ich unserem Hund – versehentlich wohlgemerkt – auf den Schwanz getreten bin.
    Hund hat – je nach Temperament – aufgejault, sich beleidigt verzogen, mich anklagend mit der Schnauze angestupst, hochgesprungen, in die Luft geschnappt.

    Wobei die Begriffe „beleidigt“ – „anklagend“ natürlich meine Interpretation sind oder der Vermenschlichung von Tieren entspringt.

    Ich habe mich dann zu dem Hund gebeugt, mit „Ach Schnuzelchen, wollte ich doch nicht“ - tut mir so leid - guter Bub etc.

    Ob die Hunde meine Entschuldigung verstanden haben oder ob sie auf meinen Tonfall reagierten, weiß ich letztendlich nicht, sie haben aber immer mit Schwanzwedeln reagiert, sich an mich gedrückt – und gebissen hat mich noch keiner unserer Hunde, wenn so etwas passiert ist.

    Auch ein Hund hat eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten – warum sollte oder muss er gleich zubeißen wollen, wenn ihm etwas nicht passt oder ihm versehentlich ein Schmerz zugefügt wurde?

    Und wenn Ihr gleiches recht für Hund und Mensch fordert – dann müsste ich doch - wenn ich mich z.B. darüber erschrecke, wenn Hund mich beim Spiel unbeabsichtigt mit seinen Krallen verletzt - auch meinen Hund wegschuppsen, hauen etc. dürfen, was eine analoge Reaktion zum Beißen wäre.

    Aber genau wie mein Hund habe auch ich eine „Beißhemmung“ und tue so etwas nicht, sondern jault, verziehe mich beleidigt, schaue den Hund anklagend an oder breche das Spiel ab, je nachdem.

    Wir sprechen hier aber von Hunden, denen dieses Beißhemmung verloren gegangen ist oder die sie nie hatten.
    Geändert von SinaSina (01.04.2009 um 16:07 Uhr)

  15. #15
    Registrierte Benutzer - unmoderiert Avatar von Mexchen
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von SinaSina Beitrag anzeigen
    Wir sprechen hier aber von Hunden, denen dieses Beißhemmung verloren gegangen ist oder die sie nie hatten.

    Wie passt in den ganzen Zusammenhängen hier überhaupt das Wort "Beißhemmung" ? Dieses Wort fiel ja schon mehrmals. Was ist das und passt das hier? Ich denke nicht.

  16. #16
    Ridgeback Emma
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    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Zitat Zitat von SinaSina Beitrag anzeigen
    Ja, genau so sehe ich es auch.

    EDIT:

    In einem Beitrag stand die Frage:
    „Ich trete meinem Hund versehentlich auf den Schwanz, er beißt mich, ich blute – muss er dann auch getötet werden?“ Beispiel ist von mir, also reagiere ich mal drauf !

    Mir ist es schon passiert, dass ich unserem Hund – versehentlich wohlgemerkt – auf den Schwanz getreten bin.
    Hund hat – je nach Temperament – aufgejault, sich beleidigt verzogen, mich anklagend mit der Schnauze angestupst, hochgesprungen, in die Luft geschnappt.

    Wobei die Begriffe „beleidigt“ – „anklagend“ natürlich meine Interpretation sind oder der Vermenschlichung von Tieren entspringt.

    Ich habe mich dann zu dem Hund gebeugt, mit „Ach Schnuzelchen, wollte ich doch nicht“ - tut mir so leid - guter Bub etc.

    Ob die Hunde meine Entschuldigung verstanden haben oder ob sie auf meinen Tonfall reagierten, weiß ich letztendlich nicht, sie haben aber immer mit Schwanzwedeln reagiert, sich an mich gedrückt – und gebissen hat mich noch keiner unserer Hunde, wenn so etwas passiert ist.

    Auch ein Hund hat eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten – warum sollte oder muss er gleich zubeißen wollen, wenn ihm etwas nicht passt oder ihm versehentlich ein Schmerz zugefügt wurde? weil es eine Hündin ist, die aus fürchterlichen Zuständen kam und völlig verstört und ängstlich ist/ war und bei meiner Freundin gepäppelt wird damit sie ganz normale Alltägliche Dinge lern !
    Bei einem "normalen" sprich nicht monatelang gequälten und geschlagenen Hund gebe ich dir recht. ! Da würden die meisten wohl eher weggehen und laut quietschen !

    Und wenn Ihr gleiches recht für Hund und Mensch fordert – dann müsste ich doch - wenn ich mich z.B. darüber erschrecke, wenn Hund mich beim Spiel unbeabsichtigt mit seinen Krallen verletzt - auch meinen Hund wegschuppsen, hauen etc. dürfen, was eine analoge Reaktion zum Beißen wäre. was teilw. ja auch reflexartig passiert, Emma hat schon eine gewischt gekommen als mir beim spielen ins Gesicht gesprungen ist ! Es tat mir fürchterlich leid, aber so schnell war meine Impulskontrolle da leider nicht !

    Aber genau wie mein Hund habe auch ich eine „Beißhemmung“ und tue so etwas nicht, sondern jault, verziehe mich beleidigt, schaue den Hund anklagend an oder breche das Spiel ab, je nachdem.

    Wir sprechen hier aber von Hunden, denen dieses Beißhemmung verloren gegangen ist oder die sie nie hatten.
    so nun aber gut !
    Sybille

  17. #17
    GerdL
    Gast

    Standard AW: Einschläfern? und wenn ja, wann?

    Off-Topic:

    Ich kenne jemanden, der seit Jahren eine besondere Form von Blutkrebs hat. An ihm sind in den letzten Jahren unter anderem 4 Chemotherapien gemacht worden, mittlerweile ist sein Knochengerüst so morsch, dass ihm 4 Rückenwirbel regelrecht zerbröselt sind.
    Während 12! Operationen im letzten Jahr wurde ihm ein Metallskelett eingepflanzt, welches diese Wirbel entlasten soll um das Rückenmark nicht zu gefährden. Mittlerweile wurde ihm dieses auch wieder entfernt, weil die stützenden Wirbel mittlerweile auch zerbröseln.
    Er wird seit dieser Zeit künstlich ernährt und kann sich nur noch mit fremder Hilfe versorgen, liegt eigentlich seit über einem Jahr auch nur noch in einem Bett.
    Geistig ist er an und für sich voll klar, kriegt das aber nicht verständlich gemacht, da die vielen Schmerz- und sonstigen Mittel viele Zentren seines Gehirns einfach lahm legen um das vegetative System zu stützen und zu schützen.

    Er weiß, dass er nie wieder wird gehen können, von allem anderen gar nicht gesprochen. Er weiß, dass er auf den Tod wartet und hat auch mit sich abgeschlossen.

    Ethisch ist doch alles okay!
    Geändert von GerdL (01.04.2009 um 10:39 Uhr)

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